Was ist der TIGIT-Klon TG1?
TG1 ist ein monoklonaler Mausantikörper gegen humanes TIGIT (Katalognummer DIA-TG1-M) und wird als Forschungsreagenz eingesetzt. Klonspezifisch publizierte Anwendungen umfassen IHC an FFPE-Gewebe, Brightfield-IHC und Fluoreszenz-Multiplex-IHC.
Wird TG1 für die IHC an humanem FFPE-Gewebe verwendet?
Ja. Mehrere begutachtete Publikationen nennen TG1 oder DIA-TG1 ausdrücklich und dokumentieren den Einsatz an humanem FFPE-Material.
Welche Verdünnung wird für TG1 empfohlen?
Für die IHC gilt ein Ausgangsbereich von 1:50 bis 1:150 (1:50 bei Biotin/Streptavidin-basierter Detektion, 1:100 bis 1:150 bei Polymer-basierter Detektion). Publizierte Bedingungen reichen je nach Studie und Verfahren von 1:25 bis 1:150. Jedes Labor muss die optimale Bedingung für sein eigenes Verfahren validieren.
Welche Epitopdemaskierung benötigt TG1?
Eine hitzeinduzierte Epitopdemaskierung ist erforderlich. Empfohlen ist eine stringente Hitzevorbehandlung im Autoklav bei 121 °C für 5 Minuten in Tris-EDTA-Citrat-Puffer, pH 7,8 (TEC-Puffer); das dokumentierte Leica-Bond-RX-Protokoll verwendet eine High-pH-Demaskierung (ER2, pH 9,0, 100 °C, 20 min).
Wurde TG1 auf automatisierten IHC-Plattformen eingesetzt?
Ja. Ein Leica-Bond-RX-Protokoll ist in Tech Note V1 dokumentiert. Unabhängige begutachtete Studien berichten zusätzlich den Einsatz auf dem Dako Autostainer Link 48 und Agilent Omnis. Die Bedingungen aus diesen Quellen sind Ausgangspunkte und müssen im eigenen Labor validiert werden.
Wie wird eine TG1-Färbung beurteilt?
TG1 färbt die Zellmembranen verschiedener Lymphozytensubtypen; dieses membranöse Signal gilt als TIGIT-Positivität. Tonsille ist die empfohlene Positivkontrolle und wird parallel mit einer Negativkontrolle mitgeführt.
Wurde TG1 in der Multiplex-Immunfluoreszenz eingesetzt?
Ja. TG1 wurde in begutachteten Studien in Fluoreszenz-Multiplex-IHC verwendet. Die publizierten Bedingungen gelten für die jeweiligen Versuchsaufbauten und müssen bei Übertragung auf andere Systeme erneut optimiert werden.
Worin unterscheidet sich TG1 von TG2?
TG1 und TG2 sind zwei getrennte monoklonale Maus-Hybridomklone gegen humanes TIGIT mit eigenen Katalognummern (DIA-TG1-M und DIA-TG2-M). TG1 ist der klonspezifisch publizierte Klon: Für ihn sind zwölf begutachtete Referenzen dokumentiert, und er trägt die RRID AB_3750391. TG2 ist durch ein eigenes Datenblatt dokumentiert und zeigt eine höhere Affinität, stärkere Tonsillen-Färbeintensität und höhere Verdünnbarkeit im Vergleich zu TG1 (dokumentiert auf der TG2-Seite).
Welche Publikationen verwendeten TIGIT-Klon TG1?
Für Klon TG1 sind zwölf begutachtete Referenzen dokumentiert — zu lymphatischem Gewebe, Entzündung und Krebs (Blessin 2019), Hodgkin-Lymphom (Li 2018; Annibali 2021), Seminom (Hinsch 2019), Gallenblasenkarzinom (Albrecht 2021), nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (Mori 2023), kutanem Plattenepithelkarzinom und Keratoakanthom (Lonsdorf 2024), Merkelzellkarzinom (Toberer 2025), kolorektalem Karzinom (Murakami 2022), Melanom (Niebel 2022), Uveamelanom (Koch 2025) und Prostatakarzinom (Scimeca 2019). Elf davon verwendeten Klon TG1 (DIA-TG1); Scimeca et al. 2019 wird im ONCOdianova-Datenblatt V17 unter „References for clone TG1“ geführt. Die vollständige Liste mit DOI und PMID steht im Publikationsabschnitt dieser Seite.
Welches Positivkontrollgewebe ist für TG1 dokumentiert?
Humane Tonsille. Tonsille ist die dokumentierte Positivkontrolle; eine publizierte Studie verwendete zusätzlich Tonsillen-Keimzentren als Positivkontrolle auf einer automatisierten Plattform.
Welches Färbemuster ist für TG1 berichtet?
Ein membranöses Färbemuster verschiedener Lymphozytensubtypen. In der publizierten TMA-Studie wurde TIGIT mit TG1 in CD8+-, CD4+- und FOXP3+-T-Zellen sowie NK-Zellen nachgewiesen, nicht aber in B-Zellen, Makrophagen oder dendritischen Zellen.
Besitzt TG1 eine RRID?
Ja. Die Research Resource Identifier lautet AB_3750391 und ist dem Produkt DIA-TG1-M, Klon TG1, zugeordnet.