TG1 — publizierter Anti-TIGIT-Antikörper für humane FFPE-IHC.

Klon TG1 · Kat.-Nr. DIA-TG1-M · RRID AB_3750391

TIGIT wird auf T-Zellen in Tumoren exprimiert. Der ultravalidierte Klon TG1 ermöglicht den Nachweis TIGIT-positiver T-Zellen in menschlichen Tumorgewebeschnitten (FFPE). Der neue Klon TG2 zeigt eine höhere Färbeintensität.

Wissenschaftlicher USP

12 klonspezifische peer-reviewte Publikationen

1.778Auswertbare Tumoren
86Tumorentitäten
  • Hellfeld- + Fluoreszenz-Multiplex-IHC
  • WB · ELISA · TIGIT-Protein-Präabsorption

Klon TG1 wurde an zahlreichen Tumorgeweben validiert (IHC-FFPE) und durch verschiedene Labore beta-getestet. Mit dem Antikörperklon TG1 konnte TIGIT erstmals immunhistochemisch in Tumorgeweben nachgewiesen werden.

Vollständige Liste mit DOI und PMID: Publikationen.

Monoklonaler Mausantikörper für die Untersuchung von TIGIT in humanem FFPE-Gewebe. Klon TG1 ist durch zwölf begutachtete Referenzen dokumentiert — von Brightfield-IHC über Färbeautomaten bis zur Fluoreszenz-Multiplex-IHC.

  • KlonTG1 (monoklonal)
  • KatalognummerDIA-TG1-M
  • RRIDAB_3750391
  • SpeziesreaktivitätHuman
  • WirtsspeziesMouse
  • IsotypMouse IgG1/κ
  • AnwendungenIHC an FFPE-Gewebe · Western Blot
  • IHC-Ausgangsverdünnung1:50 – 1:150
  • PositivkontrolleTonsille
  • FärbemusterMembranös (Lymphozytensubtypen)
  • Format100 µl, lyophilisiert

Vollständige Produktdaten: Description, Abschnitt P·05 ↓

Produktabbildung des ONCOdianova-Anti-TIGIT-Antikörpers Klon TG1: TIGIT-Immunhistochemie eines entzündlichen lymphoiden Infiltrats bei Hashimoto-Thyreoiditis
Produktabbildung · Klon TG1 · DIA-TG1-M
Evidenzebene 01

Klonspezifisch publiziert

TG1 ist durch zwölf begutachtete Referenzen dokumentiert — u. a. Hodgkin-Lymphom, Seminom, Lungenkarzinom, Gallenblasenkarzinom, kolorektales Karzinom, Melanom, Uveamelanom, kutanes Plattenepithelkarzinom und Merkelzellkarzinom. Drei AACR-Kongressbeiträge zu TIGIT sind in Abschnitt P·12 dokumentiert.

Evidenzebene 02

Breite FFPE-Dokumentation

Eine systematische Untersuchung wertete 1.778 Tumoren aus 86 Tumorentitäten aus und dokumentierte TG1 außerdem in Normal- und Entzündungsgeweben; berichtete Prüfungen umfassten Western Blot, ELISA und Präabsorption mit TIGIT-Protein.

Evidenzebene 03

Manuell, automatisiert und Multiplex

Dokumentierte manuelle und Leica-Bond-RX-Ausgangsprotokolle; unabhängige Studien berichten Dako Autostainer Link 48, Agilent Omnis und Fluoreszenz-Multiplex-IHC. Bedingungen sind im eigenen Labor zu validieren.

IHC-Bildgalerie und ONCOdianova-Referenzabbildungen: Abschnitt P·03 ↓

Antikörperklone TG1 und TG2 für den Nachweis TIGIT-positiver T-Zellen in FFPE-Gewebe.

TIGIT im Immuncheckpoint

Immuncheckpoint-Proteine bieten vielversprechende Ansätze für die Krebstherapie. Krebszellen können zusammen mit Zellen aus der Mikroumgebung des Tumors die körpereigene Immunabwehr unterdrücken, indem sie lokal immunhemmende Komponenten heraufregeln. Der TIGIT-Signalweg spielt eine wichtige Rolle bei der Hemmung der Immunantwort und verknüpft verschiedene Immuncheckpoints. Die neuen immuntherapeutischen Ansätze setzen daher auf die Hemmung der TIGIT-Aktivität, insbesondere in Kombination mit weiteren Immuncheckpoint-Hemmern.

Der Immunrezeptor TIGIT (T-Zell-Immunrezeptor mit Ig- und ITIM-Domänen) gehört zur Familie der Poliovirus-Rezeptoren (PVR). TIGIT wird auf NK-Zellen, regulatorischen T-Zellen, follikulären T-Helferzellen, Gedächtnis-CD4+-T-Zellen und CD8+-T-Zellen exprimiert, aber nicht auf B-Zellen oder naiven CD4+-T-Zellen. TIGIT wirkt dabei auf einem hochkomplexen Weg als inhibitorischer Immuncheckpoint sowohl auf T-Zellen als auch auf natürliche Killerzellen (NK). Zu den bekannten Liganden für TIGIT gehören CD155 und CD112. Darüber hinaus interagiert das TIGIT/CD155/CD112- Netzwerk mit weiteren Checkpoint-Reglern.

Studien an Entzündungs- und Krebsmodellen zeigen, dass T-Zellen die TIGIT-Expression hochregulieren können. Auch die TIGIT-Liganden CD155 und CD112 werden auf dendritischen Zellen und Makrophagen bei verschiedenen Krebsarten stark exprimiert. Darüber hinaus korreliert die TIGIT-Expression stark mit der Expression anderer co-inhibitorischer Moleküle, einschließlich PD-1. Zusätzlich zur direkten Hemmung zytotoxischer T-Zellen kann TIGIT weitere Immunzellen beeinflussen, um eine immunsuppressive Tumorumgebung zu stimulieren. TIGIT bindet beispielsweise auf der Oberfläche dendritischer Zellen CD155 und hat einen Einfluss auf die Aktivität von NK-Zellen. Es sind zahlreiche Arzneimittel in der Entwicklung, die die Aktivität von TIGIT hemmen.

Neu – Klon TG2

Der neu entwickelte Klon TG2 hat eine höhere Affinität zum Zielprotein TIGIT und zeigt in IHC-Vergleichsstudien mit Klon TG1 auf Tonsille eine stärkere Färbeintensität.

  • Höhere Affinität im Vergleich zu dem Vorgänger TG1 (auf Tonsille getestet)
  • Stärkeres Färbesignal
  • Höhere Verdünnbarkeit

TG1 und TG2 sind eigenständige Klone mit eigenen Produktdaten und Katalognummern. Produktdaten und Publikationen zu TG2 stehen auf der TG2-Seite. Die an der NCBI-Quelle verifizierte TIGIT-Zellbiologie mit Klon TG1 an humanem FFPE-Gewebe steht unten im Abschnitt TIGIT in der Forschung.

Alles zu DIA-TG1-M, vollständig in acht Bereichen.

TIGIT-Immunfärbung in humanem FFPE-Gewebe.

IHC-Abbildungen und Legenden zum TIGIT-Nachweis in verschiedenen Tumoren.

Übersicht links, Detail rechts.

Alle Bilder und Legenden sind Originalmaterial von ONCOdianova. Die Referenzabbildungen sind die Abbildungen der Tech Note V1 und des Datenblatts V17; sie dokumentieren die Färbung mit Klon TG1 unter den genannten Bedingungen. Die TIGIT-Gewebegalerie veranschaulicht die Gewebe, die mit der Anti-TIGIT-Immunhistochemie von ONCOdianova untersucht wurden.

Datenpaket.

Datenblatt

DIA-TG1-M

Produktdaten, Anwendungshinweise, Referenzen und Abbildungen A–D.

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PDF · V17 · 25.02.2025 · 272 KB

Tech Note

TIGIT-Färbung

Manuelles und Leica-Bond-RX-Färbeverfahren, Tonsille (100×/200×/400×), Demaskierungsvergleich und Western-Blot-Abbildung.

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PDF · V1 · Nov. 2019 · 988 KB

Kontrollierte Produktdaten.

ProduktAnti-TIGIT (Human) aus Maus
KatalognummerDIA-TG1-M (frühere Ausführung desselben Klons: DIA-TG1, 200 µg)
Katalognummer VertriebODN-DIA-TG1-M (BIOZOL)
SKUTIGIT
ProduktkategorieCancer Immunology IHC marker
SpezifitätTIGIT
TargetTIGIT — T-cell immunoreceptor with Ig and ITIM domains (Gene ID 201633, UniProt Q495A1)
SpeziesreaktivitätHuman
WirtsspeziesMouse
IsotypMouse IgG1/κ
KlonTG1 (monoklonal)
RRIDAB_3750391
ImmunogenRekombinantes Peptid aus der extrazellulären Domäne des humanen TIGIT
AnwendungenIHC an FFPE-Gewebe; Western Blot
Konjugationunkonjugiert
IHC-Ausgangsbereich1:50 – 1:150 — 1:50 bei Biotin/(Strept)Avidin-basierter Detektion, 1:100–1:150 bei Polymer-basierter Detektion; die optimale Verdünnung ist vom Anwender für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem zu bestimmen
FormatLyophilisiert; gereinigter Antikörper aus Kulturüberstand
Menge100 µl
RekonstitutionMit sterilem Aqua dest. auf 100 µl auffüllen; 10 Minuten vorsichtig schütteln
Puffer / FormulierungPBS, pH 7,4, 2 % BSA, 0,05 % Natriumazid
BSA-freie VarianteBSA-freie, hochkonzentrierte Variante auf Anfrage
EpitopdemaskierungHitzeinduzierte Epitopdemaskierung erforderlich; empfohlen: Autoklav 121 °C, 5 min, Tris-EDTA-Citrat pH 7,8
PositivkontrolleTonsille
FärbemusterMembranös (Lymphozytensubtypen)
LagerungLyophilisat bei 2–8 °C; langfristig bei −20 °C (mindestens ein Jahr stabil); rekonstituiert kurzfristig bei 2–8 °C (mehrere Wochen); wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden
Assoziierte AntikörperDIA-TG2-M (Anti-TIGIT, Klon TG2) · DIA-R12 (Anti-PVRIG/CD112R, Klon R12) — laut Datenblatt
AnwendungshinweisNur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.
HerstellerONCOdianova GmbH

Die technischen Angaben dieser Tabelle stammen aus Datenblatt V17 (25.02.2025) und Tech Note V1 (11/2019). RRID-, Gen- und Protein-Einträge verweisen auf ihre Register; publizierte Färbebedingungen sind im Abschnitt Publikationen mit Quelle dokumentiert. Die Angaben gelten für das aktuelle Produkt DIA-TG1-M (100 µl). Publizierte Verdünnungen reichen je nach Studie und Verfahren von 1:25 bis 1:150; jedes Labor validiert seine eigenen Bedingungen.

Reaktivität des Klons TG1.

Reaktivität

Der Klon TG1 ist der erste monoklonale Antikörper, der TIGIT in standardmäßig Formalin-fixierten und Paraffin-eingebetteten (FFPE) Geweben nachweist. TG1 wurde für den Nachweis TIGIT-positiver T-Zellen validiert, mit Schwerpunkt auf tumorinfiltrierenden T-Zellen (TILs). Der Anti-TIGIT-Klon TG1 ermöglicht die Identifizierung von TIGIT in der Tumormikroumgebung unter pathologischen Bedingungen.

TIGIT (T-Zell-Immunrezeptor mit Ig- und ITIM-Domänen) gehört zur Familie der Poliovirus-Rezeptoren (PVR). TIGIT wird auf Untergruppen von T-Lymphozyten exprimiert und steuert einen Immuncheckpoint. Die Expression von TIGIT wurde auf NK-Zellen, regulatorischen T-Zellen, follikulären T-Helferzellen, Gedächtnis-CD4+-T-Zellen und CD8+-T-Zellen berichtet, nicht jedoch auf B-Zellen oder naiven CD4+-T-Zellen. Naive CD4+-T-Zellen können die TIGIT-Expression nach Aktivierung hochregulieren. In vielen verschiedenen Krebsmodellen wurde gezeigt, dass TIGIT auf T-Zellen hochreguliert wird. Die Liganden CD155 und CD112 werden bei verschiedenen Krebserkrankungen ebenfalls stark auf dendritischen Zellen und Makrophagen exprimiert. Darüber hinaus korreliert die TIGIT-Expression stark mit der Expression weiterer co-inhibitorischer Moleküle wie PD-1. Zusätzlich zu seiner direkten hemmenden Wirkung auf zytotoxische T-Zellen kann TIGIT eine immunsuppressive Mikroumgebung fördern, indem es andere Immunzellen beeinflusst: TIGIT kann zum Beispiel CD155 auf der Oberfläche dendritischer Zellen binden oder die Aktivität von NK-Zellen beeinflussen. Arzneimittel, die TIGIT hemmen, befinden sich derzeit in der Entwicklung. Die immunhistochemische (IHC) Anwendung des monoklonalen Antikörpers TG1 kann wertvolle Hinweise für die klinische Forschung und für mögliche therapeutische Interventionen liefern, die gezielt an TIGIT als Checkpoint der Tumorimmunologie ansetzen.

Antikörperklon TG1

Der Klon TG1 ist der erste monoklonale Antikörper für den immunhistochemischen (IHC) Nachweis von TIGIT (T-Zell-Immunrezeptor mit Ig- und ITIM-Domänen) in standardmäßig Formalin-fixierten und Paraffin-eingebetteten Gewebeproben. TG1 wurde auf zahlreichen Tumoren für den IHC-Nachweis TIGIT-positiver T-Zellen in der Tumormikroumgebung validiert. Histologische Studien mit TG1 an Tumorgeweben können wertvolle Hinweise für die klinische Forschung und für therapeutische Interventionen liefern, die am TIGIT-Tumorimmunologie-Checkpoint ansetzen.

SpeziesreaktivitätHuman
WirtsspeziesMaus
Mit TG1 in FFPE-Gewebe nachgewiesenCD8+ zytotoxische T-Zellen, CD4+ T-Helferzellen, FOXP3+ regulatorische T-Zellen und NK-Zellen
PositivkontrolleTonsille
FärbemusterMembranös, Lymphozytensubtypen
AnwendungenIHC an humanem FFPE-Gewebe; Western Blot

IHC-Protokolle und publizierte Anwendungen.

ONCOdianova-Anwendungsprotokoll

Manuelle FFPE-IHC — ONCOdianova-Protokoll

Klon
TG1 · DIA-TG1 / DIA-TG1-M
Antigendemaskierung
Autoklav · 121 °C · 5 Min. · TEC-Puffer pH 7,8
Verdünnung
1:50–1:150
Primärinkubation
1 Std. · 37 °C · feuchte Kammer
Detektion
DAKO EnVision Polymer-HRP mouse/rabbit
Chromogen
DAB

Quelle: ONCOdianova Technical Note V01 „Anti-TIGIT / DIA-TG1 · Klon TG1“ — vollständiges Dokument unter Dokumente. Das automatisierte Leica-Bond-RX-Verfahren derselben Technical Note steht getrennt in Verfahren 2.

Begutachtet · mit ONCOdianova-Beteiligung

Publizierte Hellfeld-IHC-Anwendung — Seminom

Antikörper
DIA-TG1 · Maus-monoklonal
Verdünnung
1:70
Antigendemaskierung
Autoklav · 121 °C · 5 Min. · Puffer pH 7,8
Primärinkubation
60 Min. · 37 °C
Detektion
EnVision Kit (Dako / Agilent)
Material
78 Seminome · FFPE-Gewebemikroarray

Hinsch A. et al., Oncol Lett 2019;18(2):1497–1502 · doi:10.3892/ol.2019.10428

Begutachtet · mit Dianova-Beteiligung

Publizierte Multiplex-Fluoreszenz-IHC

Antikörper
Dianova #DIA-TG1
Verdünnung
1:150
Antigendemaskierung
pH 9
Färbeposition
2. Position
Fluorophor
Opal 570
Umfang der Arbeit
> 1.700 Tumorproben aus 86 Tumorentitäten; TIGIT und/oder PD-1 im Hellfeld und/oder in der Multiplex-Fluoreszenz-IHC

Blessin N.C. et al., Dis Markers 2019:5160565 · doi:10.1155/2019/5160565 — dieselbe Arbeit nennt für das Hellfeldverfahren pH 7,8 und 1:70; die Multiplexwerte gelten nicht für das Hellfeldverfahren.

Unabhängige Drittanwendung

Publizierte Anwendung — Leica BOND-III

Antikörper
DIA-TG1
Verdünnung
1:25
Plattform
BOND-III Automated Immunostainer (Leica Microsystems)
Antigendemaskierung
BOND Epitope Retrieval Solution 2 · 30 Min.
Primärinkubation
30 Min.
Detektion
BOND Polymer Refine Detection Kit · DAB
Material
4-µm-FFPE-Schnitte · 100 aufeinanderfolgende Fälle eines kolorektalen Karzinoms

Murakami D. et al., PLOS ONE 2022;17(3):e0265908 · doi:10.1371/journal.pone.0265908 — von der Forschungsgruppe berichtete Anwendung, keine Protokollempfehlung von ONCOdianova.

Unabhängige Drittanwendung

Publizierte Anwendung — Melanomforschung

Antikörper
DIA-TG1 · Maus-monoklonal
Verdünnung
1:50
Plattform
Dako Omnis (Dako / Agilent)
Antigendemaskierung
Target Retrieval Solution pH 6 · 10 Min. · 117 °C · Dampfdruckgarer
Primärinkubation
über Nacht bei 4 °C
Detektion
Alkaline Phosphatase Red Detection Kit
Positivkontrolle
Tonsillengewebe
Material
4-µm-Paraffinschnitte

Niebel D. et al., Clin Epigenetics 2022;14:50 · doi:10.1186/s13148-022-01270-2 — von der Forschungsgruppe berichtete Anwendung, keine Protokollempfehlung von ONCOdianova.

Die dargestellten Protokolle und publizierten Workflows sind dokumentierte Anwendungsbeispiele. Antikörperverdünnung, Antigendemaskierung, Detektionschemie und Färbebedingungen können eine laborspezifische Optimierung und Validierung erfordern.

Dokumentierte Ausgangsprotokolle. Beide Verfahren stammen aus der Tech Note V1 (November 2019) zum Klon TG1. Die dort genannte Stammkonzentration von 0,4 mg/ml und die Rekonstitution in 500 µl gehören zum Format DIA-TG1 (200 µg); DIA-TG1-M (100 µl) wird in 100 µl rekonstituiert. Die Verdünnungen 1:50 – 1:150 sind Ausgangswerte; jedes Labor validiert Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektion selbst.

Verfahren 1Manuelle Immunfärbung · IHC an FFPE-GewebeTech Note V1 · 11/2019

Schnittvorbereitung

  1. 4-µm-Schnitte auf Superfrost-Objektträger aufziehen
  2. Entparaffinieren in Xylol (2 × 5 min)
  3. Rehydrieren in absteigender Ethanolreihe (100 %, 90 %, 80 %, 70 %)
  4. 5 min in TBST-Puffer* spülen

Vorbehandlung (Epitopdemaskierung)

  1. 5 min** bei 121 °C in TEC-Puffer*** pH 7,8 (1× Konzentration) autoklavieren
  2. 5 min in TBST-Puffer* spülen

Peroxidase-Blockierung

  1. 10 min in Peroxidase-Blocking Solution (#S2023, DAKO REAL™) inkubieren
  2. 2 × 5 min in TBST-Puffer* spülen

Antikörperinkubation

  1. Primärantikörper (TG-1, Stammlösung 0,4 mg/ml, Tech Note V1) 1:50 – 1:150 in Antibody Diluent (#S2022, DAKO REAL™) verdünnen
  2. Gewebeschnitt mit 100–200 µl verdünntem Antikörper bedecken
  3. 1 h bei 37 °C in feuchter Kammer inkubieren
  4. 2 × 5 min in TBST-Puffer* spülen
  5. DAKO EnVision Polymer-HRP Mouse/Rabbit Kit (#K5007, DAKO REAL™) gemäß Kit-Protokoll auftragen
  6. 2 × 5 min in TBST-Puffer* spülen

Chromogen und Gegenfärbung

  1. 10 min mit DAB-Chromogen bedecken (DAKO EnVision Polymer-HRP Mouse/Rabbit Kit, #K5007)
  2. Gründlich in Aqua dest. waschen
  3. 20 s mit Hämatoxylin gegenfärben (Mayer’s Hematoxylin 41-5131-00, Medite GmbH)
  4. 5 min in Wasser bläuen
  5. In aufsteigender Ethanolreihe entwässern, in Xylol waschen, eindecken

* TBST-Waschpuffer (#K8000, DAKO)
** 5 min inkubieren, nachdem der Autoklav 121 °C erreicht hat
*** TEC-Stammlösung = 20× Tris-EDTA-Citrat-Puffer: pro 1 l Aqua dest. 5 g Trizma Base (Sigma T 1503), 10 g EDTA (Merck 1.08418.0250), 6,4 g Trinatriumcitrat (Sigma C 0909) lösen; mit 1 mol/l HCl auf pH 7,8 einstellen

Verfahren 2Automatisierte Immunfärbung · Leica Bond RXTech Note V1 · 11/2019

Laut Datenblatt V17 wurde ein automatisiertes Protokoll auf dem Leica Bond RX etabliert. Unabhängige Publikationen dokumentieren zusätzlich den Einsatz auf Dako Autostainer Link 48 und Agilent Omnis (siehe Publikationen).

Vor dem Beladen des Systems

  1. Entparaffinieren und rehydrieren
  2. Hitzeinduzierte Epitopdemaskierung (HIER) vor dem Einsetzen der Objektträger: ER2, High-pH-Puffer pH 9,0, 100 °C, 20 min (Tech Note: Autoklav 121 °C, 5 min als Alternative genannt)
  3. Objektträger abkühlen lassen

Bond-RX-Protokoll

  1. Peroxide Block (Leica Microsystems), 5 min, Raumtemperatur
  2. Bond Wash Solution, 3 ×
  3. Primärantikörper Anti-TIGIT, Klon TG1, 1:50, 37 °C, 60 min
  4. Bond Wash Solution, 3 ×
  5. Post Primary (Leica Microsystems), 30 min
  6. Bond Wash Solution, 3 × 2 min
  7. Polymer (Leica Microsystems), 30 min
  8. Bond Wash Solution, 2 × 2 min; deionisiertes Wasser, 1 ×
  9. Mixed DAB Refine, 10 min
  10. Deionisiertes Wasser, 3 ×
  11. Hämatoxylin (Leica Microsystems), 5 min
  12. Deionisiertes Wasser 1 ×, Bond Wash Solution 1 ×, deionisiertes Wasser 1 ×; eindecken

Dispensiervolumen laut Tech Note 150 µl je Schritt. Die Tech Note zeigt zusätzlich eine Tonsillenfärbung im Vergleich HIER pH 9,0 gegen pH 6,0 mit deutlich stärkerem Signal bei pH 9,0 – siehe Referenzabbildung „Bond RX, HIER pH 9,0 / pH 6,0“ in der IHC-Galerie (P·03).

Klonspezifische Evidenz.

  1. Blessin NC et al. Patterns of TIGIT Expression in Lymphatic Tissue, Inflammation, and Cancer. Disease Markers (2019). doi:10.1155/2019/5160565 · PMID 30733837
    TMA mit ursprünglich 3.899 Tumoren aus 99 Tumortypen; 1.778 auswertbare Tumoren aus 86 Entitäten; Brightfield 1:70, Multiplex 1:150; WB, ELISA und Präabsorption berichtet
    Peer-reviewed
  2. Li W et al. Expression of the immune checkpoint receptor TIGIT in Hodgkin's lymphoma. BMC Cancer (2018). doi:10.1186/s12885-018-5111-1 · PMID 30514251
    40 Hodgkin-Lymphome + Tonsille; Brightfield 1:70, Multiplex 1:150
    Peer-reviewed
  3. Hinsch A et al. Expression of the immune checkpoint receptor TIGIT in seminoma. Oncology Letters (2019). doi:10.3892/ol.2019.10428 · PMID 31423216
    78 Seminome, FFPE, 1:70 nach HIER
    Peer-reviewed
  4. Scimeca M et al. Programmed death ligand 1 expression in prostate cancer cells is associated with deep changes of the tumor inflammatory infiltrate composition. Urologic Oncology (2019). doi:10.1016/j.urolonc.2019.02.013 · PMID 30827759
    Urol Oncol 37(5):297.e19–297.e31; Untersuchung des entzündlichen Tumorinfiltrats beim Prostatakarzinom einschließlich TIGIT; im TG1-Datenblatt V17 als Referenz geführt
    Peer-reviewed
  5. Annibali O et al. A novel scoring system for TIGIT expression in classic Hodgkin lymphoma. Scientific Reports (2021). doi:10.1038/s41598-021-86655-8 · PMID 33782477
    Methodenteil nennt „TIGIT (Clone TG1, Dianova)“; FFPE-Lymphknoten von 34 Patienten mit klassischem Hodgkin-Lymphom; Agilent-Omnis-Färbeautomat, DAB
    Peer-reviewed
  6. Albrecht T et al. Programmed Death Ligand-1 (PD-L1) Is an Independent Negative Prognosticator in Western-World Gallbladder Cancer. Cancers (2021). doi:10.3390/cancers13071682 · PMID 33918309
    Anti-TIGIT-Klon TG1 (OncoDianova) ausdrücklich genannt; 1:100, Citrat pH 6, automatisierte Färbung; 131 Gallenblasenkarzinome
    Peer-reviewed
  7. Mori M et al. Prognostic impact of PD-L1 and TIGIT expression in non-small cell lung cancer following concurrent chemo-radiotherapy. Scientific Reports (2023). doi:10.1038/s41598-023-29724-4 · PMID 36841853
    Klon TG1 ausdrücklich genannt; 1:50, CD8/TIGIT-Mehrfachfärbung, FFPE
    Peer-reviewed
  8. Lonsdorf AS et al. Differential Immunoexpression of Inhibitory Immune Checkpoint Molecules and Clinicopathological Correlates in Keratoacanthoma, Primary Cutaneous Squamous Cell Carcinoma and Metastases. Acta Dermato-Venereologica (2024). doi:10.2340/actadv.v104.13381 · PMID 38323498
    1:100, FFPE-Ganzschnitte, Dako Autostainer Link 48; Tonsillen-Keimzentren als Positivkontrolle
    Peer-reviewed
  9. Toberer F et al. Inhibitory Immune Checkpoints beyond Programmed Cell Death Ligand 1 in Merkel Cell Carcinoma: Abundant Expression of TIGIT Independent of the Presence of Merkel Cell Polyoma Virus. Acta Dermato-Venereologica (2025). doi:10.2340/actadv.v105.42882 · PMID 40590417
    1:100, FFPE-Ganzschnitte, Leica Bond RX
    Peer-reviewed
  10. Koch EAT et al. Checkpoint Blockade Efficacy in Uveal Melanoma Is Linked to Tumor Immunity, CD28, and CCL8. International Journal of Molecular Sciences (2025). doi:10.3390/ijms26209964 · PMID 41155258
    DIA-TG1 (OncoDianova) ausdrücklich genannt; 1:100, TRS6-Vorbehandlung, Vectastain Elite ABC; 30 Uveamelanom-Patienten
    Peer-reviewed
  11. Murakami D et al. Prognostic value of CD155/TIGIT expression in patients with colorectal cancer. PLOS ONE (2022). doi:10.1371/journal.pone.0265908 · PMID 35324958
    DIA-TG1 mit 1:25, 4-µm-FFPE-Schnitte
    Peer-reviewed
  12. Niebel D et al. DNA methylation regulates TIGIT expression within the melanoma microenvironment, is prognostic for overall survival, and predicts progression-free survival in patients treated with anti-PD-1 immunotherapy. Clinical Epigenetics (2022). doi:10.1186/s13148-022-01270-2 · PMID 35410311
    DIA-TG1 mit 1:50, 4-µm-FFPE-Ganzschnitte, Dako Omnis
    Peer-reviewed

Die zwölf Referenzen dokumentieren die TIGIT-Immunhistochemie an humanem Gewebe. Elf davon verwendeten Klon TG1 (DIA-TG1); Scimeca et al. 2019 wird im ONCOdianova-Datenblatt V17 unter „References for clone TG1“ geführt. Ein im Publikationstitel genannter Biomarker ist Gegenstand der jeweiligen Studie, kein ONCOdianova-Produkt. Publizierte Plattform- und Verdünnungsangaben belegen die jeweilige wissenschaftliche Verwendung. AACR-Kongressbeiträge sind im AbschnittKongressbeiträge dokumentiert.

So liest man die Färbung.

Erwartetes Muster

Membranös, Lymphozytensubtypen

Dokumentiert ist eine membranöse Färbung verschiedener Lymphozytensubtypen. Tonsille ist die dokumentierte Positivkontrolle; in der publizierten TMA-Studie wurde TIGIT in CD8+-, CD4+- und FOXP3+-T-Zellen sowie NK-Zellen nachgewiesen, nicht aber in B-Zellen, Makrophagen oder dendritischen Zellen.[1]

Kontrollen

Tonsille als Positivkontrolle

Tonsille ist die dokumentierte Positivkontrolle für TG1; Datenblatt V17 und Tech Note V1 nennen sie für das manuelle und für das automatisierte Verfahren. Als TIGIT-Positivität gilt die membranöse Lymphozytenfärbung; Positiv- und Negativkontrollen parallel mitführen.

Reichweite der Evidenz

Dokumentierte Spezifitätsprüfungen

Western Blot, ELISA und Präabsorption sind als Spezifitätsprüfungen berichtet,[1] die Bindung an rekombinantes TIGIT ist dokumentiert.

TIGIT in der Forschung.

TIGIT (T-cell immunoreceptor with Ig and ITIM domains; auch VSTM3, VSIG9) ist ein inhibitorischer Rezeptor der Poliovirus-Rezeptor/Nectin-Familie. Nach Bindung seiner Liganden CD155 (PVR) und CD112 (Nectin-2), die auf antigenpräsentierenden Zellen exprimiert werden, vermittelt er hemmende Signale an T-Zellen und NK-Zellen (UniProt Q495A1).

In humanem FFPE-Gewebe, das mit Klon TG1 untersucht wurde, fand sich TIGIT in CD8+-zytotoxischen T-Zellen, CD4+-T-Helferzellen, FOXP3+-regulatorischen T-Zellen und NK-Zellen, nicht aber in CD11c+ dendritischen Zellen, CD68+-Makrophagen oder CD20+-B-Lymphozyten. Die TIGIT-Expression verlief parallel zu PD-1: mehr als 70 % der TIGIT+-Zellen waren PD-1+, und mehr als 90 % der PD-1+-Zellen waren TIGIT+. In der Tonsille nahm die Expression vom interfollikulären Bereich zum Keimzentrum hin zu; unter den entzündlichen Erkrankungen war das Signal bei Hashimoto-Thyreoiditis am stärksten.[1]

TIGIT+-Lymphozyten fanden sich in allen 86 untersuchten Tumorentitäten, mit erheblicher Variabilität innerhalb und zwischen den Entitäten und besonders hohen Dichten in Plattenepithelkarzinomen verschiedener Herkunft.[1] Beim Hodgkin-Lymphom waren 9–99 % (Median 86 %) der lymphoiden Hintergrundzellen TIGIT+, wobei TIGIT und PD-1 in denselben Zellen lokalisierten.[2]TIGIT wird deshalb als inhibitorischer Checkpoint-Rezeptor des Tumormikromilieus erforscht. Klon TG1 ist ein Forschungswerkzeug für solche Studien.

  • GenTIGIT — NCBI Gene 201633
  • ProteinT-cell immunoreceptor with Ig and ITIM domains — UniProt Q495A1
  • AliaseVSTM3 · VSIG9 · WUCAM
  • LigandenCD155 (PVR), CD112 (Nectin-2) — UniProt-Annotation
  • Exprimierende Zellen (TG1, FFPE)CD8+-, CD4+-, FOXP3+-T-Zellen; NK-Zellen — Blessin et al. 2019 [1]
  • Nicht nachgewiesen inCD20+-B-Zellen, CD68+-Makrophagen, CD11c+ dendritischen Zellen — Blessin et al. 2019 [1]

Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Publikationsliste unten. Targetbiologie und klonspezifische Produktaussagen bleiben getrennt.

TIGIT in der translationalen Immunonkologie-Forschung.

Target-Ebene

Translationaler Kontext

TIGIT ist ein inhibitorischer Immuncheckpoint-Rezeptor und ein therapeutisch untersuchtes Target. Die TIGIT-Expression im Gewebe wurde per Hellfeld- und Multiplex-IHC und in unabhängigen Studien im Zusammenhang mit der Immunkontextur des Tumors und dem Ansprechen unter Anti-PD-1-Therapie analysiert.

Klon

Was sich damit untersuchen lässt

Mit dem Klon TG1 lassen sich TIGIT-positive Lymphozyten in humanem FFPE-Gewebe untersuchen — per Hellfeld-IHC, auf automatisierten Plattformen und in der Fluoreszenz-Multiplex-IHC; er ist durch zwölf begutachtete Referenzen dokumentiert, darunter eine systematische Studie an 1.778 Tumoren aus 86 Entitäten.

Forschungseinsatz

Forschungsanwendung

TG1 ist ein Forschungsantikörper zur Untersuchung TIGIT-positiver Lymphozyten in humanem FFPE-Gewebe. Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.

AACR-Kongressbeiträge.

Drei Posterbeiträge zu TIGIT vom Annual Meeting der American Association for Cancer Research (AACR), Chicago, stehen als Original-PDFs zum Download bereit.

Kongressposter

TIGIT-Prävalenz

„Prevalence of TIGIT expression in normal tissues, inflammation, and cancer.“ Blessin NC et al., Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Dianova GmbH, Hamburg.

Sitzung: Inflammation, Immunity, and Cancer · 15. April 2018 · McCormick Place South, Exhibit Hall A · Posterbereich 32

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PDF · AACR 2018 · 2,5 MB

Kongressposter

Hodgkin-Lymphom

„High variability of TIGIT expression in Hodgkin’s lymphoma.“ Simon R et al., Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Dianova GmbH, Hamburg.

Sitzung: The Metastatic Microenvironment · 16. April 2018 · McCormick Place South, Exhibit Hall A · Posterbereich 6

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PDF · AACR 2018 · 1,5 MB

Kongressposter

PVR-TIGIT/CD226 im SCLC

„Expression and Significance of PVR-TIGIT/CD226, An Immune Checkpoint Axis in Small Cell Lung Cancer.“ Yu H et al.; Daten bereitgestellt vom Hirsch Biomarker Analysis Laboratory, Anschutz Medical Campus, University of Colorado Denver, Aurora, CO, USA.

Sitzung: Immune Checkpoints 3 · 17. April 2018 · McCormick Place South, Exhibit Hall A · Posterbereich 26

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PDF · AACR 2018 · 1,2 MB

Die zugehörigen Meldungen stehen im wissenschaftlichen Archiv.

Häufige wissenschaftliche Fragen.

Was ist der TIGIT-Klon TG1?

TG1 ist ein monoklonaler Mausantikörper gegen humanes TIGIT (Katalognummer DIA-TG1-M) und wird als Forschungsreagenz eingesetzt. Klonspezifisch publizierte Anwendungen umfassen IHC an FFPE-Gewebe, Brightfield-IHC und Fluoreszenz-Multiplex-IHC.

Wird TG1 für die IHC an humanem FFPE-Gewebe verwendet?

Ja. Mehrere begutachtete Publikationen nennen TG1 oder DIA-TG1 ausdrücklich und dokumentieren den Einsatz an humanem FFPE-Material.

Welche Verdünnung wird für TG1 empfohlen?

Für die IHC gilt ein Ausgangsbereich von 1:50 bis 1:150 (1:50 bei Biotin/Streptavidin-basierter Detektion, 1:100 bis 1:150 bei Polymer-basierter Detektion). Publizierte Bedingungen reichen je nach Studie und Verfahren von 1:25 bis 1:150. Jedes Labor muss die optimale Bedingung für sein eigenes Verfahren validieren.

Welche Epitopdemaskierung benötigt TG1?

Eine hitzeinduzierte Epitopdemaskierung ist erforderlich. Empfohlen ist eine stringente Hitzevorbehandlung im Autoklav bei 121 °C für 5 Minuten in Tris-EDTA-Citrat-Puffer, pH 7,8 (TEC-Puffer); das dokumentierte Leica-Bond-RX-Protokoll verwendet eine High-pH-Demaskierung (ER2, pH 9,0, 100 °C, 20 min).

Wurde TG1 auf automatisierten IHC-Plattformen eingesetzt?

Ja. Ein Leica-Bond-RX-Protokoll ist in Tech Note V1 dokumentiert. Unabhängige begutachtete Studien berichten zusätzlich den Einsatz auf dem Dako Autostainer Link 48 und Agilent Omnis. Die Bedingungen aus diesen Quellen sind Ausgangspunkte und müssen im eigenen Labor validiert werden.

Wie wird eine TG1-Färbung beurteilt?

TG1 färbt die Zellmembranen verschiedener Lymphozytensubtypen; dieses membranöse Signal gilt als TIGIT-Positivität. Tonsille ist die empfohlene Positivkontrolle und wird parallel mit einer Negativkontrolle mitgeführt.

Wurde TG1 in der Multiplex-Immunfluoreszenz eingesetzt?

Ja. TG1 wurde in begutachteten Studien in Fluoreszenz-Multiplex-IHC verwendet. Die publizierten Bedingungen gelten für die jeweiligen Versuchsaufbauten und müssen bei Übertragung auf andere Systeme erneut optimiert werden.

Worin unterscheidet sich TG1 von TG2?

TG1 und TG2 sind zwei getrennte monoklonale Maus-Hybridomklone gegen humanes TIGIT mit eigenen Katalognummern (DIA-TG1-M und DIA-TG2-M). TG1 ist der klonspezifisch publizierte Klon: Für ihn sind zwölf begutachtete Referenzen dokumentiert, und er trägt die RRID AB_3750391. TG2 ist durch ein eigenes Datenblatt dokumentiert und zeigt eine höhere Affinität, stärkere Tonsillen-Färbeintensität und höhere Verdünnbarkeit im Vergleich zu TG1 (dokumentiert auf der TG2-Seite).

Welche Publikationen verwendeten TIGIT-Klon TG1?

Für Klon TG1 sind zwölf begutachtete Referenzen dokumentiert — zu lymphatischem Gewebe, Entzündung und Krebs (Blessin 2019), Hodgkin-Lymphom (Li 2018; Annibali 2021), Seminom (Hinsch 2019), Gallenblasenkarzinom (Albrecht 2021), nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (Mori 2023), kutanem Plattenepithelkarzinom und Keratoakanthom (Lonsdorf 2024), Merkelzellkarzinom (Toberer 2025), kolorektalem Karzinom (Murakami 2022), Melanom (Niebel 2022), Uveamelanom (Koch 2025) und Prostatakarzinom (Scimeca 2019). Elf davon verwendeten Klon TG1 (DIA-TG1); Scimeca et al. 2019 wird im ONCOdianova-Datenblatt V17 unter „References for clone TG1“ geführt. Die vollständige Liste mit DOI und PMID steht im Publikationsabschnitt dieser Seite.

Welches Positivkontrollgewebe ist für TG1 dokumentiert?

Humane Tonsille. Tonsille ist die dokumentierte Positivkontrolle; eine publizierte Studie verwendete zusätzlich Tonsillen-Keimzentren als Positivkontrolle auf einer automatisierten Plattform.

Welches Färbemuster ist für TG1 berichtet?

Ein membranöses Färbemuster verschiedener Lymphozytensubtypen. In der publizierten TMA-Studie wurde TIGIT mit TG1 in CD8+-, CD4+- und FOXP3+-T-Zellen sowie NK-Zellen nachgewiesen, nicht aber in B-Zellen, Makrophagen oder dendritischen Zellen.

Besitzt TG1 eine RRID?

Ja. Die Research Resource Identifier lautet AB_3750391 und ist dem Produkt DIA-TG1-M, Klon TG1, zugeordnet.

So bestellen Sie DIA-TG1-M.

Bestellung. ONCOdianova-Produkte werden über unseren Vertriebspartner BIOZOL Diagnostica Vertrieb GmbH, Oehleckerring 11–13, 22419 Hamburg, bezogen — Bestellanfragen per E-Mail: order@biozol.de (CC info@oncodianova.com). Siehe auch Bestellinformationen.

Datenblatt V17 (25.02.2025) ist das aktuelle Datenblatt für DIA-TG1-M (100 µl). Das in den historischen Dokumenten genannte Format DIA-TG1 (200 µg) ist die Vorgängerausführung desselben Klons. Verwandt: TG2 (eigenständiger anti-TIGIT-Klon) · R12 (CD112R/PVRIG) · KK3 (CD73/NT5E) · TC8 (CD8) · FX3 (FOXP3).

Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.