Was ist Klon R12, und was bezeichnet DIA-R12?
R12 ist ein monoklonaler Mausantikörper (IgG1/κ), der gegen ein rekombinantes Peptid des humanen CD112R, auch PVRIG genannt (Gen PVRIG), erzeugt wurde. DIA-R12 ist die ONCOdianova-Katalognummer dieses Antikörpers; die Vertriebskatalognummer bei BIOZOL lautet ODN-DIA-R12. Der Antikörper wird als 100 µl Lyophilisat (PBS, 2 % BSA, Natriumazid) geliefert und ist für die Immunhistochemie an humanem formalinfixiertem, paraffineingebettetem (FFPE) Gewebe in Hellfeld-IHC und Fluoreszenz-Multiplex-IHC dokumentiert, mit Tonsille als Positivkontrolle.
Was ist der Unterschied zwischen CD112, CD112R, PVRIG und NECTIN2?
PVRIG und CD112R sind zwei Namen für dasselbe Molekül: einen inhibitorischen Immuncheckpoint-Rezeptor der Poliovirus-Rezeptor/Nectin-Familie (Gen PVRIG, früher C7orf15), der im Kontext der T-Zell- und NK-Zell-Biologie exprimiert wird. CD112 und NECTIN2 (früher PVRL2) sind ebenfalls zwei Namen für ein Molekül: den Liganden dieses Rezeptors, exprimiert auf antigenpräsentierenden Zellen und Tumorzellen. Rezeptor und Ligand sind eigenständige Proteine, die von verschiedenen Genen kodiert werden. CD112R/PVRIG bindet CD112 und konkurriert mit dem kostimulatorischen Rezeptor CD226 (DNAM-1) um diesen Liganden (Zhu et al. 2016). Klon R12 richtet sich gegen den Rezeptor CD112R/PVRIG.
Eignet sich R12 für die Immunhistochemie an humanem FFPE-Gewebe (IHC-P)?
Ja. Die Immunhistochemie an formalinfixierten, paraffineingebetteten Schnitten (IHC-P) ist die dokumentierte Kernanwendung des Klons R12. Das Datenblatt nennt hitzeinduzierte Epitopdemaskierung, eine Ausgangsverdünnung von 1:100 bis 1:200 bei Polymer-basierter Detektion, Tonsille als Positivkontrolle und ein membranöses Färbemuster von Lymphozytensubtypen; die ONCOdianova-Produktdokumentation dokumentiert ein manuelles Protokoll mit 1:150 und EnVision-Detektion. Sieben Hellfeldabbildungen in der Galerie dieser Seite zeigen die CD112R-Färbung mit Klon R12 in humanem FFPE-Gewebe.
Welche Publikationen dokumentieren die Verwendung des Klons R12?
Ein begutachteter Zeitschriftenartikel verwendete Klon R12 (Katalognummer DIA-R12): Yang et al., Modern Pathology 2023 (PMID 36788088), eine Fluoreszenz-Multiplex-IHC-Studie an 523 kolorektalen Karzinomen. Zwei Dissertationen der Universität Hamburg verwendeten DIA-R12: Yang (2021) zu CD112R und PD-1 beim kolorektalen Karzinom und Jansen (2020) zur CD112R-Expression in Karzinomen im Vergleich zu Normalgeweben; beide sind Hochschulschriften und werden mit ihrem Repositoriumsnachweis zitiert. Zwei AACR-2020-Kongressabstracts derselben Hamburger Arbeitsgruppe, auf der ONCOdianova-Produktdokumentation als spezifische Referenzen geführt, beschreiben die CD112R-Multiplex-IHC und werden als Kongressabstracts zitiert. Alle Einträge mit Links stehen unter Publikationen.
Ist R12 für die Multiplex-Immunfluoreszenz (mIF) dokumentiert?
Ja. Die Fluoreszenz-Multiplex-IHC, auch Multiplex-Immunfluoreszenz (mIF) genannt, ist die publizierte klonspezifische Anwendung von DIA-R12: Yang et al. 2023 setzten den Antikörper innerhalb eines Opal-Panels ein (Antigendemaskierung pH 7,8, Verdünnung 1:500, Opal 570) an FFPE-Gewebe kolorektaler Karzinome, und die Dissertationen von Yang (2021) und Jansen (2020) beschreiben Opal-basierte Multiplex-Workflows mit DIA-R12. Der Reaktivitätstext des Datenblatts beschreibt Klon R12 als für die Hellfeld-IHC und darüber hinaus für die Mehrfarben-Immunfluoreszenz entwickelt, und die ONCOdianova-Galerie dokumentiert CD112R × CD8- und CD112R × FOXP3-Multiplexfärbungen humaner Tonsille. Die publizierten Bedingungen gehören zu ihren Studienpanels und bieten dokumentierte Ausgangspunkte für die Paneletablierung.
Kann R12 mit CD8 oder FOXP3 in einem Multiplex-Panel kombiniert werden?
Ja, beide Kombinationen sind dokumentiert. Ein publiziertes Fluoreszenz-Multiplex-Panel kombinierte CD112R (Klon R12) mit CD8, PD-1 und Ki67 an FFPE-Gewebe kolorektaler Karzinome (Yang et al. 2023), und die Dissertation Jansen (2020) wertete CD112R auf CD8+, CD4+, FOXP3+, CD56+, CD11c+ und CD68+ Zellen aus. ONCOdianova-Abbildungen dokumentieren die CD112R × CD8-Multiplexfärbung mit den Klonen R12 und TC8 sowie die CD112R × FOXP3-Mehrfarben-Immunfluoreszenz mit Klon R12 an normaler humaner Tonsille. Antikörperreihenfolge, Demaskierung, Verdünnung und Detektion werden je Panel etabliert; die publizierten Bedingungen bieten einen dokumentierten Ausgangspunkt.
Welche Verdünnungen sind für R12 dokumentiert?
Drei dokumentierte Werte, jeder in seinem eigenen Workflow: Das Datenblatt nennt 1:100 bis 1:200 bei Polymer-basierter Peroxidase/DAB-Detektion an FFPE-Schnitten (Hellfeld-IHC-P); das manuelle Protokoll der ONCOdianova-Produktdokumentation verwendete 1:150 mit EnVision-HRP-Detektion; die publizierte Multiplexstudie setzte 1:500 innerhalb eines Opal-Panels mit Opal 570 ein (Yang et al. 2023). Jedes Labor etabliert seine Arbeitsverdünnung für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem auf dieser dokumentierten Grundlage.
Welche Antigendemaskierung ist für R12 dokumentiert?
Eine hitzeinduzierte Epitopdemaskierung ist erforderlich. Das Datenblatt empfiehlt den Autoklav bei 121 °C für 5 Minuten in Tris-EDTA-Citrat-Puffer, pH 7,8 (TEC-Puffer); das manuelle Protokoll der ONCOdianova-Produktdokumentation verwendet dieselbe Vorbehandlung (121 °C, 5 min, pH 7,8). In der publizierten Multiplexstudie erfolgte die Antigendemaskierung für den R12-Schritt bei pH 7,8 (Yang et al. 2023); die Dissertation Jansen (2020) beschreibt eine Autoklav-Demaskierung bei pH 9 innerhalb ihres Opal-Workflows. Details stehen im Protokollabschnitt.
Welches Positivkontrollgewebe und welches Färbemuster sind für R12 dokumentiert?
Tonsille ist das für Klon R12 gelistete Positivkontrollgewebe, mit membranösem Färbemuster von Lymphozytensubtypen (Datenblatt). Abbildung A des Datenblatts, in der Galerie als Abbildung 03 gezeigt, präsentiert normale humane Tonsille mit zahlreichen CD112R/PVRIG-positiven Lymphozyten in der Hellfeld-IHC; die Multiplexabbildungen der Galerie umfassen CD112R × CD8- und CD112R × FOXP3-Färbungen normaler humaner Tonsille. In der Dissertation Jansen (2020) zeigte DIA-R12 ein konstant membranöses Muster; die publizierten Studien berichten CD112R-Signal auf CD8+, CD4+, FOXP3+ und CD56+ Lymphozyten.
Welche Evidenz stützt die Charakterisierung und Gewebefärbung des Klons R12?
Die ONCOdianova-Produktinformation (Reaktivitätstext des Datenblatts, ONCOdianova-Produktdokumentation und Galerie) gibt an, dass Klon R12 an zahlreichen Normal- und Tumorgeweben auf Sensitivität und Spezifität validiert wurde, keinen Hintergrund in nicht-lymphoiden Zellen und in epithelialen Zellen zeigt und hohe Spezifität mit einem inhärent hohen Signal-zu-Hintergrund-Verhältnis verbindet, weshalb er sich für Multiplex-IHC-Studien von CD112R an humanem Gewebe eignet. Über den Hersteller hinaus berichtet die Dissertation Jansen (2020), dass die Spezifität von DIA-R12 vor dem Multiplexeinsatz mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption mit CD112R-Protein geprüft wurde, und Yang et al. 2023 setzten DIA-R12 in einem begutachteten Multiplexpanel ein. Hellfeld-IHC, Fluoreszenz-Multiplex-IHC und Western Blot sind die dokumentierten Anwendungen.
Ist Western Blot eine dokumentierte Anwendung von R12?
Ja. Die ursprüngliche ONCOdianova-Produktinformation zu R12 führt Western Blot neben der Immunhistochemie an humanen FFPE-Schnitten unter den Anwendungen des Antikörpers auf. Zusätzlich berichtet die Dissertation von Jansen (2020, Universität Hamburg), dass die Spezifität von DIA-R12 mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption mit CD112R-Protein geprüft wurde.
Eignet sich R12 für automatisierte IHC-Plattformen?
Das Datenblatt gibt an, dass der Antikörper für die immunhistochemische Färbung auf automatisierten Plattformen geeignet ist, und die ONCOdianova-Produktdokumentation beschreibt ihr manuelles Protokoll als für automatisierte Färbeverfahren anwendbar. Die dokumentierten Bedingungen — hitzeinduzierte Epitopdemaskierung bei pH 7,8 und 1:100 bis 1:200 bei Polymer-basierter Detektion — sind der Ausgangspunkt für die Etablierung von R12 auf der laboreigenen Plattform.