R12 — Anti-CD112R/PVRIG für Hellfeld- und Multiplex-IHC.

Klon R12 · Kat.-Nr. DIA-R12 · Gegen den Rezeptor CD112R/PVRIG gerichtet (abgegrenzt vom Liganden CD112/NECTIN2)

CD112R hemmt durch T-Zellen vermittelte Signale. R12 wurde an einer großen Anzahl von Normal- und Tumorgeweben validiert. Der einzigartige Klon R12 eignet sich ideal für Multiplex-IHC-Studien der CD112R/PVRIG-Expression in humanen Gewebeproben.

Wissenschaftlicher USP

523 kolorektale Karzinome — peer-reviewte Multiplex-IHC

Yang 2023 · Modern Pathology · Klon R12 / DIA-R12 benannt

  • Rezeptor CD112R/PVRIG — abgegrenzt vom Liganden CD112
  • Hellfeld + Multiplex · humane FFPE-IHC
  • Hohes Signal-Hintergrund-Verhältnis

Der IHC-Nachweis von PVRIG in Tumorgeweben kann bisher ausschließlich mit dem Klon R12 durchgeführt werden.

ONCOdianova-Startseite (Antikörper-Highlight) und CD112R-Produktseite · Datenblatt 25.02.2025/04 · IHC-Galerie · Protokolle · Publikationen — Panel-Bedingungen wie publiziert (AR pH 7,8 · 1:500 · Opal 570).

Monoklonaler Mausantikörper zur Untersuchung des inhibitorischen Rezeptors CD112R (PVRIG) in humanem formalinfixiertem, paraffineingebettetem Gewebe. Dokumentiert für Hellfeld-IHC an FFPE-Schnitten (IHC-P) und Fluoreszenz-Multiplex-IHC (Multiplex-Immunfluoreszenz, mIF), mit Tonsille als Positivkontrolle und membranösem Färbemuster von Lymphozyten; Klon R12 verbindet hohe Spezifität mit einem inhärent hohen Signal-Hintergrund-Verhältnis und eignet sich damit sehr gut für Multiplex-IHC-Studien an humanen Geweben. Klon R12 (DIA-R12) wurde in einer begutachteten Multiplexstudie an 523 kolorektalen Karzinomen und in zwei Dissertationen der Universität Hamburg verwendet. Dokumentierte Anwendungen: IHC an FFPE-Gewebe (Datenblatt), Fluoreszenz-Multiplex-IHC (Reaktivitätstext des Datenblatts, ONCOdianova-Produktdokumentation und Galerie) und Western Blot (ONCOdianova-Produktdokumentation).

  • Wirt / IsotypMaus · IgG1/κ
  • ReaktivitätHuman
  • AnwendungenIHC an FFPE-Gewebe · Multiplex-Fluoreszenz-IHC · Western Blot
  • IHC-Ausgangsbereich1:100 – 1:200
  • PositivkontrolleTonsille · membranös
  • Format100 µl, lyophilisiert
Produktabbildung des ONCOdianova-Anti-CD112R/PVRIG-Antikörpers Klon R12: Fluoreszenz-Multiplex-Immunhistochemie einer normalen humanen Tonsille mit Anti-CD8 (DIA-TC8) und Anti-CD112R/PVRIG-Klon R12 (DIA-R12)
Produktabbildung · Klon R12 · DIA-R12 · CD8 × CD112R Multiplex
Evidenzebene 01

Klonspezifisches Datenblatt

Das Datenblatt DIA-R12 (Version 25.02.2025/04; Produktinhalt identisch mit V03, 22.02.2022) dokumentiert Identität, Immunogen, Formulierung, Rekonstitution, Lagerung, FFPE-IHC-Startbedingungen, Tonsillenkontrolle und membranöses Muster.

Evidenzebene 02

Klonspezifische Publikationen

Yang et al., Modern Pathology 2023: Fluoreszenz-Multiplex-IHC an 523 kolorektalen Karzinomen, Klon R12 / DIA-R12 (pH 7,8, 1:500, Opal 570). Yang, Dissertation 2021: DIA-R12 im Opal-Multiplexpanel der Kolorektalkarzinom-Studie. Jansen, Dissertation 2020: Multiplex-IHC an 122 Tumoren und 17 Normalgeweben mit DIA-R12; Spezifität mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption geprüft.

Evidenzebene 03

Dokumentierte Anwendungen und Bilder

Hellfeld-IHC (IHC-P) und Fluoreszenz-Multiplex-IHC (mIF) an humanem FFPE-Gewebe sowie Western Blot (ONCOdianova-Produktdokumentation); 15 Originalabbildungen von ONCOdianova (Hellfeld, CD112R × CD8, CD112R × FOXP3), ein manuelles Protokoll und die publizierten Multiplexbedingungen.

Hellfeld- und Multiplex-Galerie: Abschnitt P·04 ↓

Technische Spezifikationen des Klons R12.

Prod.Nr.DIA-R12
SpezifitätCD112R
SpeziesreaktivitätHuman
WirtsspeziesMaus
IsotypIgG1/κ
KlonR12
AnwendungImmunhistochemie (IHC), formalinfixierte, paraffineingebettete Schnitte (FFPE), Western Blot
Konjugationunkonjugiert
VerdünnungIHC 1:100-1:200
FormatLyophilisat, gereinigter Antikörper (aus Kulturüberstand)
Menge100 µl
PositivkontrolleTonsille
PufferPBS pH 7,4, 2 % BSA, 0,05 % NaN3 — BSA-freie, hochkonzentrierte Variante auf Anfrage erhältlich
AnwendungshinweisNur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.
HerstellerONCOdianova GmbH
ProduktAnti-CD112R/PVRIG (Human) aus Maus
KlonR12 (monoklonal)
KatalognummerDIA-R12
Katalognummer VertriebODN-DIA-R12 (BIOZOL)
ProduktkategorieCancer Immunology IHC marker
TargetCD112R / PVRIG — poliovirus receptor-related immunoglobulin domain-containing protein, der CD112-Rezeptor (Gene ID 79037, UniProt Q6DKI7). Nicht der Ligand CD112/NECTIN2/PVRL2.
ImmunogenRekombinantes Peptid
IsotypMaus IgG1/κ
WirtsspeziesMaus
ReaktivitätHuman
Konjugationunkonjugiert
Format100 µl, lyophilisiert; gereinigter Antikörper aus Kulturüberstand
Menge100 µl
RekonstitutionMit sterilem Aqua dest. auf 100 µl auffüllen; 10 Minuten vorsichtig schütteln
FormulierungPBS, pH 7,4, 2 % BSA, 0,05 % Natriumazid
AnwendungenIHC an Standard-FFPE-Schnitten, IHC-P (Datenblatt) · Fluoreszenz-Multiplex-IHC / Multiplex-Immunfluoreszenz, mIF (Reaktivitätstext des Datenblatts; klonspezifische Publikationen; Galerie) · Western Blot (ONCOdianova-Produktdokumentation; die Dissertation Jansen berichtet zusätzlich eine Western-Blot-Spezifitätsprüfung von DIA-R12)
IHC-Ausgangsbereich1:100 – 1:200 bei Polymer-basierter Detektion (Datenblatt); 1:150 im manuellen Protokoll der ONCOdianova-Produktdokumentation; die Arbeitsverdünnung wird von jedem Labor für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem etabliert
EpitopdemaskierungHitzeinduzierte Epitopdemaskierung erforderlich; empfohlen: Autoklav 121 °C, 5 min, Tris-EDTA-Citrat pH 7,8
Inkubation Primärantikörper60 min bei 37 °C (Datenblatt und ONCOdianova-Produktdokumentation)
PositivkontrolleTonsille
FärbemusterMembranös (Lymphozytensubtypen)
Automatisierte PlattformenFür automatisierte IHC-Plattformen geeignet (Datenblatt)
LagerungLyophilisat bei 2–8 °C; langfristig bei −20 °C (mindestens ein Jahr stabil); rekonstituiert kurzfristig bei 2–8 °C (mehrere Wochen); wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden
Assoziierte AntikörperDIA-TC8 (Anti-CD8, Klon TC8) · DIA-TG1 (Anti-TIGIT, Klon TG1) — laut Datenblatt
StatusNur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.

Die technischen Angaben dieser Tabelle sind im Datenblatt DIA-R12 (Version 25.02.2025/04) dokumentiert, dessen Produktinhalt mit V03 (22.02.2022) identisch ist, sowie – wo angegeben – auf der ONCOdianova-Produktdokumentation; Gen- und Protein-Einträge verweisen auf ihre Register. Der Ligand CD112/NECTIN2 wird zur Abgrenzung vom Target genannt. Jedes Labor etabliert seine eigenen Arbeitsbedingungen auf dieser dokumentierten Grundlage.

Reaktivität des Klons R12.

Reaktivität

Der anti-PVRIG/CD112R Klon R12 wurde für den Nachweis von CD112R in Formalin-fixierten und in Paraffin eingebetteten Gewebeproben (IHC FFPE) entwickelt. Neben der Hellfeld-Mikroskopie zeigt der Antikörper seine Qualität insbesondere in der Mehrfarben-Immunfluoreszenz (Multiplex IHC). Die Sensitivität und Spezifität des anti-PVRIG/CD112R Klones R12 wurde an zahlreichen Normal- und Tumorgeweben intensiv validiert. Der Antikörperklon R12 zeigt keinen Hintergrund in nicht-lymphoiden Zellen und in epithelialen Zellen. Aufgrund seiner hohen Spezifität in Kombination mit einem inhärent hohen Signal-zu-Hintergrund Verhältnis eignet sich R12 ideal für Multiplex-IHC Studien an humanen Geweben.

CD112R, ein Mitglied der Poliovirus-Rezeptor-ähnlichen Proteine, wird bevorzugt auf T-Zellen exprimiert und hemmt T-Zell-Rezeptor-vermittelte Signale. Eine Blockade der CD112R-CD112-Interaktion verstärkt die T-Zell-Antwort. CD112R bindet seinen Liganden CD112, der auf Antigen-präsentierenden Zellen und auf Tumorzellen breit exprimiert wird. CD112R konkurriert mit CD226 um die Bindung an CD112 und wirkt dadurch als co-inhibitorischer Rezeptor für T-Zellen. Eine Blockade der CD112R–CD112-Interaktion verstärkt die humane T-Zell-Antwort.

TIGIT und CD226 bilden einen T-Zell-Kosignalweg, in dem CD226 als kostimulatorischer und TIGIT als koinhibitorischer Rezeptor für die Liganden CD155 und CD112 dient. Diese TIGIT-Signalachse umfasst ein komplexes Rezeptor-Liganden-System mit dem Marker CD112R, der zu einem vielversprechenden Ziel in der Tumor-Immuntherapie geworden ist.

SpeziesreaktivitätHuman
WirtsspeziesMaus
Von R12 gefärbte Strukturen in FFPE-GewebeZellmembranen von Lymphozytensubpopulationen
PositivkontrolleTonsille — normale humane Tonsille mit zahlreichen CD112R/PVRIG-positiven Lymphozyten
FärbemusterMembranös
AnwendungenHellfeld-IHC an humanem FFPE-Gewebe; Fluoreszenz-Multiplex-IHC; Western Blot

Anti-CD112R Klon R12 für die Multiplex-Fluoreszenz-IHC.

IHC-Abbildungen zum CD112R-Nachweis in verschiedenen Tumoren.

Der anti-PVRIG/CD112R Klon R12 wurde für den Nachweis von CD112R in Formalin-fixierten und in Paraffin eingebetteten Gewebeproben (IHC FFPE) entwickelt. Neben der Hellfeld-Mikroskopie zeigt der Antikörper seine Qualität insbesondere in der Mehrfarben-Immunfluoreszenz (Multiplex IHC). Die Sensitivität und Spezifität des anti-PVRIG/CD112R Klones R12 wurde an zahlreichen Normal- und Tumorgeweben intensiv validiert.

Der Antikörperklon R12 zeigt keinen Hintergrund in nicht-lymphoiden Zellen und in epithelialen Zellen. Aufgrund seiner hohen Spezifität in Kombination mit einem inhärent hohen Signal-zu-Hintergrund Verhältnis eignet sich R12 ideal für Multiplex-IHC Studien an humanen Geweben.

Die ersten klinischen Studien mit Inhibitoren der Immuncheckpoint-Marker CTLA4 und PD-1 zeigten bereits, dass die Blockade der Liganden-Rezeptor Bindung an diesem Checkpoint die Immunabwehr gegen Tumorzellen verstärkt. Ein weiterer Immuncheckpoint, nämlich die Achse TIGIT-PVR/PVRL2, ist zu einem vielversprechenden Ziel in der Tumor-Immuntherapie geworden. TIGIT (T cell immunoglobulin and ITIM domain) und CD226 bilden einen Signalweg auf T-Zellen: CD226 wirkt als kostimulatorischer und TIGIT als koinhibitorischer Rezeptor innerhalb dieses Netzwerks; beide binden die Liganden CD155 und CD112. Die TIGIT Signal-Achse insgesamt bildet ein komplexes Netzwerk mit weiteren Markern wie CD112R, CD96 and DNAM-1, die alle als mögliche Zielstrukturen für eine immuntherapeutische Intervention gesehen werden.

CD112R gehört zur Familie der Poliovirus-Rezeptor ähnlichen Proteine. CD112R wird insbesondere auf T-Zellen exprimiert und hemmt Signale, die durch den T-Zell Rezeptor vermittelt werden. CD112R bindet den Liganden CD112, der von vielen Antigen-präsentierenden Zellen und auch von Tumorzellen exprimiert wird. CD112R konkurriert mit CD226 um die Bindung an CD112 und fungiert dabei als co-inhibitorischer Rezeptor für T-Zellen. Eine Blockade der CD112R-CD112 Interaktion kann die T-Zell Antwort verstärken.

Die Mitglieder der Poliovirus Rezeptor (PVR)-Familie wurden ursprünglich als Mediatoren epithelialer Zell-Kontakte bekannt und zeigten zudem Funktionen bei der Signalvermittlung auf T-Zellen. Dabei interagieren die beiden Liganden, CD112 (PVRL2/Nectin-2) und CD155 (PVR/Necl-5) mit CD226 (DNAM-1), um T-Zellen zu stimulieren. Durch Bindung eines weiteren co-inhibitorischen Rezeptors, TIGIT (T cell Ig and immunoreceptor tyrosine-based inhibitory motif (ITIM) domain) wird die T-Zell Antwort unterdrückt. Die Bindung von TIGIT und CD112 ist sehr schwach. CD155 scheint der Hauptligand in diesem komplexen Netzwerk zu sein. CD96 (ein PVR-verwandtes Protein auf T-Zellen und NK-Zellen) bindet CD155, aber nicht CD112.

Die Erforschung der Beziehungen in diesem komplexen Netzwerk zwischen Liganden und Rezeptoren für CD112, wie CD112R, CD226 und TIGIT wird zu einem tieferen Verständnis für neue immuntherapeutische Ansätze beitragen.

Alle 15 Bilder und Legenden sind Originalmaterial von ONCOdianova aus der ONCOdianova-CD112R-Galerie, gezeigt in der dort hochgeladenen Auflösung und nach Anwendung gruppiert. Abbildung 01 entspricht Abbildung B des Datenblatts in höherer Auflösung, und Abbildung 03 entspricht Abbildung A des Datenblatts (normale humane Tonsille) – demselben Gesichtsfeld, einmalig gezeigt.

IHC-Protokolle und publizierte Anwendungsbeispiele für Klon R12.

Manuelle Hellfeld-IHC

Anti-CD112R/PVRIG Klon R12 kann für den immunhistochemischen Nachweis von CD112R in formalinfixiertem, paraffineingebettetem humanem Gewebe eingesetzt werden. Für Klon R12 ist ein manuelles Färbeprotokoll mit autoklavbasierter Antigendemaskierung dokumentiert.

Antigendemaskierung
pH 7,8 · 121 °C · 5 Min.
Primärantikörper
Klon R12 · 1:150 · 60 Min. bei 37 °C
Detektion
EnVision HRP Rabbit/Mouse · 30 Min. bei 37 °C
Empfohlene Positivkontrolle
Humane Tonsille

Quelle: dokumentiertes ONCOdianova-Anwendungsprotokoll zu DIA-R12 (Block B).

Publizierte Multiplex-Fluoreszenz-IHC-Anwendung

Eine akademische Anwendung von Klon R12 wurde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in einem Multiplex-Fluoreszenz-IHC-Workflow dokumentiert. Die zugehörige Arbeit untersuchte CD112R im Immunmikromilieu des kolorektalen Karzinoms mittels Multiplex-Fluoreszenz-Immunhistochemie.

Antikörper
DIA-R12 · Klon R12
Verdünnung
1:500
Antigendemaskierung
pH 7,8
Fluorophor
Opal 570
Multiplex-Panel
CD112R · CD8 · PD-1 · Ki67

Quellen: Yang C., Dissertation, Universität Hamburg / UKE 2021 (Tabelle 3) · Yang et al., Mod Pathol 2023 · doi:10.1016/j.modpat.2022.100089

Die dargestellten Protokolle und publizierten Workflows sind dokumentierte Anwendungsbeispiele aus den jeweils genannten Quellen; die dokumentierten Bedingungen bieten praktische Ausgangspunkte für die laborspezifische Etablierung von DIA-R12-Abläufen.

Drei dokumentierte Anwendungskontexte: das aktuelle Datenblatt (A), das manuelle Protokoll der ONCOdianova-Produktdokumentation (B) und die in den klonspezifischen Studien berichteten Multiplex-Bedingungen (C). Jede Verdünnung wird mit ihrem zugehörigen Verfahren und Detektionssystem dargestellt. Die dokumentierten Bedingungen bieten praktische Ausgangspunkte für die laborspezifische Etablierung von R12-IHC-Abläufen.

A · DatenblattImmunhistochemische Färbung von Standard-FFPE-SchnittenDatenblatt DIA-R12 · Version 25.02.2025/04 (wortgleich V03, 22.02.2022)

Vorbereitung und Epitopdemaskierung

  1. Entparaffinieren und rehydrieren nach Standardverfahren
  2. Hitzeinduzierte Epitopdemaskierung (HIER) ist erforderlich
  3. Empfohlen: Autoklav bei 121 °C (5 min) in Tris-EDTA-Citrat, pH 7,8 (z. B. TEC-Puffer)

Primärantikörper und Detektion

  1. Primärantikörper 60 min bei 37 °C inkubieren
  2. Biotin/(Strept)Avidin-basierte Detektion möglich (z. B. Vectastain® Elite® ABC-HRP-Kit/AEC)
  3. Polymer-basierte Detektion (z. B. Dako EnVision™, Peroxidase/DAB): Antikörper 1:100–1:200
  4. Für automatisierte Färbeplattformen geeignet (Datenblatt)
  5. Positiv- und Negativkontrollen parallel mitführen; Positivkontrolle: Tonsille; erwartetes Muster: membranös
B · ONCOdianova-ProduktdokumentationManuelle Färbung mit Autoklav („Manual stain with autoclave“)ONCOdianova-Produktdokumentation DIA-R12, Abschnitt „IHC protocols“

Staining protocols for anti-human CD112R antibody clone R12 · Cat.No.: DIA-R12 · Isotype: Mouse IgG1/k · Specificity: Human CD112R / PVRIG · Physical State: Lyophilized powder

  1. Rekonstitution: DIA-R12 mit sterilem Aqua dest. auf 100 µl auffüllen, 10 Minuten vorsichtig schütteln
  2. Vorbehandlungspuffer: 121 °C / 5 min / pH 7,8
  3. Inkubation Primärantikörper: 60 min / 37 °C, Verdünnung 1:150
  4. EnVision HRP rabbit/mouse: 30 min / 37 °C

Die ONCOdianova-Produktdokumentation ergänzt: „Applicable for automated staining procedures and validated for multicolor immunofluorescence (multiplexed IHC)“. Die Eignung für automatisierte Verfahren steht auch im Datenblatt; die Multiplex-Anwendung ist durch die klonspezifischen Studien (Block C) und die Galerie dokumentiert. Die Verdünnung 1:150 liegt im Datenblattbereich 1:100–1:200.

C · Publizierte StudienbedingungenFluoreszenz-Multiplex-IHC mit DIA-R12 — publizierter AnwendungskontextYang et al., Mod Pathol 2023, Tab. 1 · Yang, Dissertation UKE 2021, Tab. 3 · Jansen, Dissertation UKE 2020, Abschn. 2.3

Yang et al. 2023 (TMA-Kohorte von 523 kolorektalen Karzinomen; Großschnitte von 20 Fällen)

  1. Frisch geschnittene 4-µm-Serienschnitte; Opal Dye Kit (Akoya Biosciences, Cat. #NEL811001KT)
  2. CD112R: Dianova, Klon R12, Cat# DIA-R12 · Antigendemaskierung pH 7,8 · Verdünnung 1:500 · Färbeposition 2 · Opal 570
  3. Weitere Panelmarker der Studie: Ki67 (Position 1), PD-1 (Position 3), CD8 (Position 4) – Reagenzien anderer Hersteller, siehe Publikation
  4. Bildaufnahme: Leica Aperio VERSA 8 Epifluoreszenz-Scanner; Deep-Learning-basierte Zellsegmentierung

Jansen 2020 (122 Tumoren aus sieben Entitäten, 17 Normalgewebe)

  1. 4-µm-Konsekutivschnitte von 4-mm-Microenvironment-TMAs und Großschnitten; OPAL-Dye-Kit (Perkin Elmer, Cat. #OP7DS1001KT) nach Akoya-Protokoll
  2. Epitopdemaskierung im Autoklav 30 min bei 100–120 °C in Puffer pH 9 (Protokoll der Arbeit); Antikörper-Stripping in der Mikrowelle (5 min 100 °C, 5 min 93 °C) zwischen den Zyklen; DAPI-Gegenfärbung
  3. Anti-CD112R-Klon DIA-R12 (Dianova, Hamburg); Spezifität in der Arbeit mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption mit CD112R-Protein geprüft; membranöses Färbemuster berichtet

Die Verdünnung 1:500 und die Position im Opal-Panel gehören zum beschriebenen Multiplexprotokoll; der Datenblattbereich 1:100–1:200 gilt für die Hellfeld-IHC mit Polymer-Detektion. Jede Quelle wird mit ihrem eigenen Verfahren dargestellt.

So liest man die Färbung.

Erwartetes Muster

Membranös, Lymphozytensubtypen

Das Datenblatt beschreibt ein membranöses Muster mit Tonsille als Positivkontrolle. In den publizierten Studien mit DIA-R12 wurde CD112R-Signal in variabler Intensität auf CD8+, CD4+, FOXP3+ und CD56+ Zellen, nicht aber auf CD11c+ dendritischen Zellen oder CD68+ Makrophagen berichtet (Jansen 2020/2021) und war auf CD8+ T-Zellen in T-Zell-Nestern kolorektaler Karzinome erhöht (Yang 2023). Diese Befunde aus den jeweiligen Studienkohorten zeigen, in welchen Lymphozytensubtypen CD112R mit Klon R12 ausgewertet werden kann.

Dokumentierter Validierungsumfang

CD112R-Nachweis mit hohem Signal-Hintergrund-Verhältnis in humanem Gewebe

Klon R12 wurde an einer großen Zahl normaler und tumoröser Gewebe auf Sensitivität und Spezifität validiert und zeigte keine Hintergrundfärbung in nicht-lymphoiden und epithelialen Zellen. Er verbindet hohe Spezifität mit einem inhärent hohen Signal-zu-Hintergrund-Verhältnis (ONCOdianova-Produktinformation), sehr gut geeignet für Multiplex-IHC-Studien. Die Dissertation Jansen berichtet, dass DIA-R12 vor dem Multiplexeinsatz mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption des Primärantikörpers mit CD112R-Protein geprüft wurde, und beschreibt ein konstant membranöses Muster; Yang 2023 setzte DIA-R12 in einem begutachteten Multiplexpanel ein.

Forschungseinsatz

Forschungsinterpretation der CD112R-Färbung

R12 stellt den inhibitorischen Rezeptor CD112R/PVRIG auf der Membran von Lymphozytensubtypen in humanen FFPE-Schnitten dar. Forschende können CD112R-positive Zellen nach Verteilung und Gewebekompartiment und in Multiplex-Panels nach Koexpression mit Markern wie CD8, PD-1, Ki67 oder FOXP3 entsprechend dem Studiendesign auswerten. In der Fluoreszenz-Multiplex-IHC wurde R12 zur Untersuchung der CD112R-Expression auf CD8-positiven tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TILs) im humanen Tumormikromilieu eingesetzt (Jansen, 2020). Die dokumentierte Evidenz zu R12 besteht aus dem Datenblatt DIA-R12, der ONCOdianova-Produktdokumentation und -Galerie, der begutachteten Multiplexstudie, die DIA-R12 nennt (Yang 2023), den Dissertationen von Yang (2021) und Jansen (2020) sowie zwei AACR-2020-Kongressabstracts derselben Arbeitsgruppe.

CD112R/PVRIG in der Forschung.

CD112R, auch PVRIG (poliovirus receptor-related immunoglobulin domain-containing protein; Gen PVRIG, früher C7orf15), ist ein Transmembranrezeptor der Poliovirus-Rezeptor/Nectin-Familie. Er wurde als koinhibitorischer Rezeptor auf humanen T-Zellen identifiziert, der CD112 (Nectin-2) mit hoher Affinität bindet und mit dem kostimulatorischen Rezeptor CD226 (DNAM-1) um diesen Liganden konkurriert; die Unterbrechung der CD112R–CD112-Interaktion verstärkte in vitro humane T-Zell-Antworten.[1]

CD112 wird breit auf antigenpräsentierenden Zellen und Tumorzellen exprimiert. PVRIG und sein Ligand PVRL2/CD112 werden in Tumoren induziert und hemmen die Funktion CD8-positiver T-Zellen,[4] und die Blockade von CD112R zusammen mit TIGIT sensibilisiert humane NK-Zell-Funktionen.[3] Zusammen mit TIGIT, CD226, CD96 und ihren Liganden CD155 (PVR) und CD112 bildet CD112R ein Rezeptor-Liganden-Netzwerk, das als Immun-Checkpoint-Achse in der Onkologie untersucht wird.[2, 5]

Diese Aussagen beschreiben die Targetbiologie. Klon R12 ist das ONCOdianova-Forschungswerkzeug für gewebebasierte CD112R/PVRIG-Untersuchungen innerhalb dieses Rezeptor-Liganden-Netzwerks: Er stellt CD112R/PVRIG-positive Lymphozytensubpopulationen in humanem FFPE-Gewebe dar, einzeln oder zusammen mit Markern wie CD8, PD-1, Ki67 und FOXP3 in Multiplex-Panels.

  • GenPVRIG — NCBI Gene 79037
  • ProteinTransmembranprotein PVRIG / CD112-Rezeptor — UniProt Q6DKI7
  • AliaseCD112R · PVRIG · C7orf15
  • LigandCD112 (Nectin-2; Gen NECTIN2, früher PVRL2) — der Ligand, ein eigenständiges Molekül; R12 richtet sich gegen den Rezeptor
  • Konkurrierender RezeptorCD226 (DNAM-1) — Zhu et al. 2016 [1]
  • Verwandte AchseTIGIT / CD226 / CD96 mit CD155 (PVR) und CD112 — siehe die ONCOdianova-Anti-TIGIT-Klone TG1 und TG2

Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Targetliteratur unten. Die klonspezifische Evidenz zu R12 ist unter Publikationen gelistet.

PVRIG/CD112R in der translationalen Immunonkologie-Forschung.

Target-Ebene

Translationaler Kontext

PVRIG (identisch mit CD112R) ist ein inhibitorischer Checkpoint der DNAM-1-Achse; sein Ligand ist PVRL2 (CD112, Nectin-2). COM701 ist ein in der klinischen Prüfung befindlicher therapeutischer Anti-PVRIG-Antikörper aus registrierten Phase-1- und Phase-1/2-Studien, was die PVRIG-Expression im Gewebe zu einem Target von translationalem Interesse macht.

Klon

Was sich damit untersuchen lässt

Mit dem Klon R12 lassen sich CD112R/PVRIG-positive Lymphozytensubpopulationen in humanem FFPE-Gewebe untersuchen, einzeln oder in Multiplex-Panels; er ist in einer begutachteten Vier-Marker-Fluoreszenz-Multiplex-Studie an 523 kolorektalen Karzinomen benannt.

Target-Ebene

Translationaler Forschungskontext

Studien auf Target-Ebene, die registrierten COM701-Studien und die immunhistochemische Biomarkeranalyse von Studienbiopsien liefern den translationalen Kontext für die PVRIG-Gewebeforschung; die PVRIG-IHC an FFPE-Gewebe ist Teil der Biomarkerarbeit, die die klinische PVRIG-Blockade begleitet.

Dokumentierte Evidenz.

  1. Yang C, Mandelkow T, Bady E, Raedler JB, Simon R, Sauter G, Lennartz M, Büscheck F, Luebke AM, Dum D, Menz A, Höflmayer D, Weidemann S, Fraune C, Lebok P, Uhlig R, Bernreuther C, Jacobsen F, Clauditz TS, Wilczak W, Minner S, Burandt E, Steurer S, Blessin NC. Nonredundant Upregulation of CD112R (PVRIG) and PD-1 on Cytotoxic T Lymphocytes Located in T Cell Nests of Colorectal Cancer. Modern Pathology (2023); 36(4):100089. doi:10.1016/j.modpat.2022.100089 · PMID 36788088
    Fluoreszenz-Multiplex-IHC (CD8, PD-1, CD112R, Ki67) an FFPE-Gewebe: Tissue-Microarray-Kohorte von 523 kolorektalen Karzinomen mit klinischen Verlaufsdaten sowie Großschnitte von 20 kolorektalen Karzinomen; R12 bei Antigendemaskierung pH 7,8, 1:500, Färbeposition 2, Opal 570.
    Begutachteter Artikel · Klon R12 / DIA-R12
  2. Yang C. Upregulation of CD112R (PVRIG) and PD-1 on cytotoxic T-cells located in T-cell niche of colorectal cancer. Dissertation, Universität Hamburg / Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (2021 (Disputation 17.12.2021)); URN urn:nbn:de:gbv:18-ediss-97788. Repositorium (Universität Hamburg)
    Fluoreszenz-Multiplex-IHC an Gewebe kolorektaler Karzinome mit DIA-R12 im Opal-Panel; Dissertation der Erstautorin von Eintrag 1 zum selben Thema aus derselben Arbeitsgruppe.
    Hochschulschrift · Klon R12 / DIA-R12
  3. Jansen HL. Expressionsunterschiede des Immuncheckpoint-Rezeptors CD112R in humanen Karzinomen im Vergleich zu Normalgeweben. Dissertation, Universität Hamburg / Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (2020 (Disputation 27.07.2021)); URN urn:nbn:de:gbv:18-ediss-94757. Repositorium (Universität Hamburg)
    Fluoreszenz-Multiplex-IHC an 4-mm-Microenvironment-TMAs von 122 Tumoren (sieben Entitäten) und Großschnitten von 17 Normalgeweben; CD112R untersucht auf CD8+, CD4+, FOXP3+, CD56+, CD11c+ und CD68+ Zellen; Spezifität von DIA-R12 mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption mit CD112R-Protein geprüft.
    Hochschulschrift · DIA-R12

Proceedings: AACR Annual Meeting 2020; April 27-28, 2020 and June 22-24, 2020; Philadelphia, PA, Volume 80, Issue 16 Supplement, pp. 3870 and pp. 4970

  1. Blessin NC, Mandelkow T, Bady E, Hube-Magg C, Sauter G, Simon R, Fraune C, Lennartz M, Weidemann SA, Möller K, Höflmayer D. Abstract 3870: Patterns of CD112R expression in normal lymphatic tissues, inflammation and cancer. Cancer Research (2020); 80(16 Suppl): 3870. doi:10.1158/1538-7445.AM2020-3870Kongressabstract · AACR 2020
  2. Simon R, Blessin NC, Mandelkow T, Bady E, Hube-Magg C, Sauter G, Lennartz M, Fraune C, Weidemann SA, Möller K, Büscheck F. Abstract 4970: Prognostic role of CD112R, PD-1 and Ki67 expression in CD8+cytotoxic T cells in colorectal cancer. Cancer Research (2020); 80(16 Suppl): 4970. doi:10.1158/1538-7445.AM2020-4970Kongressabstract · AACR 2020

Der publizierte Abstracttext beider Referenzen beschreibt CD112R-Multiplex-IHC derselben Hamburger Arbeitsgruppe, die später Yang et al. 2023 veröffentlichte.

  1. Zhu Y et al. Identification of CD112R as a novel checkpoint for human T cells. Journal of Experimental Medicine (2016). doi:10.1084/jem.20150785 · PMID 26755705Targetbiologie
  2. Stamm H, Wellbrock J, Fiedler W. Interaction of PVR/PVRL2 with TIGIT/DNAM-1 as a novel immune checkpoint axis and therapeutic target in cancer. Mammalian Genome (2018). doi:10.1007/s00335-018-9770-7 · PMID 30132062Targetbiologie · Review
  3. Xu F et al. Blockade of CD112R and TIGIT signaling sensitizes human natural killer cell functions. Cancer Immunology, Immunotherapy (2017). doi:10.1007/s00262-017-2031-x · PMID 28623459Targetbiologie
  4. Whelan S et al. PVRIG and PVRL2 Are Induced in Cancer and Inhibit CD8+ T-cell Function. Cancer Immunology Research (2019). doi:10.1158/2326-6066.CIR-18-0442 · PMID 30659054Targetbiologie
  5. Sanchez-Correa B et al. DNAM-1 and the TIGIT/PVRIG/TACTILE Axis: Novel Immune Checkpoints for Natural Killer Cell-Based Cancer Immunotherapy. Cancers (2019). doi:10.3390/cancers11060877 · PMID 31234588Targetbiologie · Review

Eintrag 1 ist die begutachtete klonspezifische Publikation; die Einträge 2 und 3 sind Hochschulschriften mit ihrem Repositoriumsnachweis. Die AACR-Abstracts und die Targetliteratur liefern den wissenschaftlichen Kontext.

Häufige wissenschaftliche Fragen.

Was ist Klon R12, und was bezeichnet DIA-R12?

R12 ist ein monoklonaler Mausantikörper (IgG1/κ), der gegen ein rekombinantes Peptid des humanen CD112R, auch PVRIG genannt (Gen PVRIG), erzeugt wurde. DIA-R12 ist die ONCOdianova-Katalognummer dieses Antikörpers; die Vertriebskatalognummer bei BIOZOL lautet ODN-DIA-R12. Der Antikörper wird als 100 µl Lyophilisat (PBS, 2 % BSA, Natriumazid) geliefert und ist für die Immunhistochemie an humanem formalinfixiertem, paraffineingebettetem (FFPE) Gewebe in Hellfeld-IHC und Fluoreszenz-Multiplex-IHC dokumentiert, mit Tonsille als Positivkontrolle.

Was ist der Unterschied zwischen CD112, CD112R, PVRIG und NECTIN2?

PVRIG und CD112R sind zwei Namen für dasselbe Molekül: einen inhibitorischen Immuncheckpoint-Rezeptor der Poliovirus-Rezeptor/Nectin-Familie (Gen PVRIG, früher C7orf15), der im Kontext der T-Zell- und NK-Zell-Biologie exprimiert wird. CD112 und NECTIN2 (früher PVRL2) sind ebenfalls zwei Namen für ein Molekül: den Liganden dieses Rezeptors, exprimiert auf antigenpräsentierenden Zellen und Tumorzellen. Rezeptor und Ligand sind eigenständige Proteine, die von verschiedenen Genen kodiert werden. CD112R/PVRIG bindet CD112 und konkurriert mit dem kostimulatorischen Rezeptor CD226 (DNAM-1) um diesen Liganden (Zhu et al. 2016). Klon R12 richtet sich gegen den Rezeptor CD112R/PVRIG.

Eignet sich R12 für die Immunhistochemie an humanem FFPE-Gewebe (IHC-P)?

Ja. Die Immunhistochemie an formalinfixierten, paraffineingebetteten Schnitten (IHC-P) ist die dokumentierte Kernanwendung des Klons R12. Das Datenblatt nennt hitzeinduzierte Epitopdemaskierung, eine Ausgangsverdünnung von 1:100 bis 1:200 bei Polymer-basierter Detektion, Tonsille als Positivkontrolle und ein membranöses Färbemuster von Lymphozytensubtypen; die ONCOdianova-Produktdokumentation dokumentiert ein manuelles Protokoll mit 1:150 und EnVision-Detektion. Sieben Hellfeldabbildungen in der Galerie dieser Seite zeigen die CD112R-Färbung mit Klon R12 in humanem FFPE-Gewebe.

Welche Publikationen dokumentieren die Verwendung des Klons R12?

Ein begutachteter Zeitschriftenartikel verwendete Klon R12 (Katalognummer DIA-R12): Yang et al., Modern Pathology 2023 (PMID 36788088), eine Fluoreszenz-Multiplex-IHC-Studie an 523 kolorektalen Karzinomen. Zwei Dissertationen der Universität Hamburg verwendeten DIA-R12: Yang (2021) zu CD112R und PD-1 beim kolorektalen Karzinom und Jansen (2020) zur CD112R-Expression in Karzinomen im Vergleich zu Normalgeweben; beide sind Hochschulschriften und werden mit ihrem Repositoriumsnachweis zitiert. Zwei AACR-2020-Kongressabstracts derselben Hamburger Arbeitsgruppe, auf der ONCOdianova-Produktdokumentation als spezifische Referenzen geführt, beschreiben die CD112R-Multiplex-IHC und werden als Kongressabstracts zitiert. Alle Einträge mit Links stehen unter Publikationen.

Ist R12 für die Multiplex-Immunfluoreszenz (mIF) dokumentiert?

Ja. Die Fluoreszenz-Multiplex-IHC, auch Multiplex-Immunfluoreszenz (mIF) genannt, ist die publizierte klonspezifische Anwendung von DIA-R12: Yang et al. 2023 setzten den Antikörper innerhalb eines Opal-Panels ein (Antigendemaskierung pH 7,8, Verdünnung 1:500, Opal 570) an FFPE-Gewebe kolorektaler Karzinome, und die Dissertationen von Yang (2021) und Jansen (2020) beschreiben Opal-basierte Multiplex-Workflows mit DIA-R12. Der Reaktivitätstext des Datenblatts beschreibt Klon R12 als für die Hellfeld-IHC und darüber hinaus für die Mehrfarben-Immunfluoreszenz entwickelt, und die ONCOdianova-Galerie dokumentiert CD112R × CD8- und CD112R × FOXP3-Multiplexfärbungen humaner Tonsille. Die publizierten Bedingungen gehören zu ihren Studienpanels und bieten dokumentierte Ausgangspunkte für die Paneletablierung.

Kann R12 mit CD8 oder FOXP3 in einem Multiplex-Panel kombiniert werden?

Ja, beide Kombinationen sind dokumentiert. Ein publiziertes Fluoreszenz-Multiplex-Panel kombinierte CD112R (Klon R12) mit CD8, PD-1 und Ki67 an FFPE-Gewebe kolorektaler Karzinome (Yang et al. 2023), und die Dissertation Jansen (2020) wertete CD112R auf CD8+, CD4+, FOXP3+, CD56+, CD11c+ und CD68+ Zellen aus. ONCOdianova-Abbildungen dokumentieren die CD112R × CD8-Multiplexfärbung mit den Klonen R12 und TC8 sowie die CD112R × FOXP3-Mehrfarben-Immunfluoreszenz mit Klon R12 an normaler humaner Tonsille. Antikörperreihenfolge, Demaskierung, Verdünnung und Detektion werden je Panel etabliert; die publizierten Bedingungen bieten einen dokumentierten Ausgangspunkt.

Welche Verdünnungen sind für R12 dokumentiert?

Drei dokumentierte Werte, jeder in seinem eigenen Workflow: Das Datenblatt nennt 1:100 bis 1:200 bei Polymer-basierter Peroxidase/DAB-Detektion an FFPE-Schnitten (Hellfeld-IHC-P); das manuelle Protokoll der ONCOdianova-Produktdokumentation verwendete 1:150 mit EnVision-HRP-Detektion; die publizierte Multiplexstudie setzte 1:500 innerhalb eines Opal-Panels mit Opal 570 ein (Yang et al. 2023). Jedes Labor etabliert seine Arbeitsverdünnung für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem auf dieser dokumentierten Grundlage.

Welche Antigendemaskierung ist für R12 dokumentiert?

Eine hitzeinduzierte Epitopdemaskierung ist erforderlich. Das Datenblatt empfiehlt den Autoklav bei 121 °C für 5 Minuten in Tris-EDTA-Citrat-Puffer, pH 7,8 (TEC-Puffer); das manuelle Protokoll der ONCOdianova-Produktdokumentation verwendet dieselbe Vorbehandlung (121 °C, 5 min, pH 7,8). In der publizierten Multiplexstudie erfolgte die Antigendemaskierung für den R12-Schritt bei pH 7,8 (Yang et al. 2023); die Dissertation Jansen (2020) beschreibt eine Autoklav-Demaskierung bei pH 9 innerhalb ihres Opal-Workflows. Details stehen im Protokollabschnitt.

Welches Positivkontrollgewebe und welches Färbemuster sind für R12 dokumentiert?

Tonsille ist das für Klon R12 gelistete Positivkontrollgewebe, mit membranösem Färbemuster von Lymphozytensubtypen (Datenblatt). Abbildung A des Datenblatts, in der Galerie als Abbildung 03 gezeigt, präsentiert normale humane Tonsille mit zahlreichen CD112R/PVRIG-positiven Lymphozyten in der Hellfeld-IHC; die Multiplexabbildungen der Galerie umfassen CD112R × CD8- und CD112R × FOXP3-Färbungen normaler humaner Tonsille. In der Dissertation Jansen (2020) zeigte DIA-R12 ein konstant membranöses Muster; die publizierten Studien berichten CD112R-Signal auf CD8+, CD4+, FOXP3+ und CD56+ Lymphozyten.

Welche Evidenz stützt die Charakterisierung und Gewebefärbung des Klons R12?

Die ONCOdianova-Produktinformation (Reaktivitätstext des Datenblatts, ONCOdianova-Produktdokumentation und Galerie) gibt an, dass Klon R12 an zahlreichen Normal- und Tumorgeweben auf Sensitivität und Spezifität validiert wurde, keinen Hintergrund in nicht-lymphoiden Zellen und in epithelialen Zellen zeigt und hohe Spezifität mit einem inhärent hohen Signal-zu-Hintergrund-Verhältnis verbindet, weshalb er sich für Multiplex-IHC-Studien von CD112R an humanem Gewebe eignet. Über den Hersteller hinaus berichtet die Dissertation Jansen (2020), dass die Spezifität von DIA-R12 vor dem Multiplexeinsatz mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption mit CD112R-Protein geprüft wurde, und Yang et al. 2023 setzten DIA-R12 in einem begutachteten Multiplexpanel ein. Hellfeld-IHC, Fluoreszenz-Multiplex-IHC und Western Blot sind die dokumentierten Anwendungen.

Ist Western Blot eine dokumentierte Anwendung von R12?

Ja. Die ursprüngliche ONCOdianova-Produktinformation zu R12 führt Western Blot neben der Immunhistochemie an humanen FFPE-Schnitten unter den Anwendungen des Antikörpers auf. Zusätzlich berichtet die Dissertation von Jansen (2020, Universität Hamburg), dass die Spezifität von DIA-R12 mittels Western Blot, ELISA und Präabsorption mit CD112R-Protein geprüft wurde.

Eignet sich R12 für automatisierte IHC-Plattformen?

Das Datenblatt gibt an, dass der Antikörper für die immunhistochemische Färbung auf automatisierten Plattformen geeignet ist, und die ONCOdianova-Produktdokumentation beschreibt ihr manuelles Protokoll als für automatisierte Färbeverfahren anwendbar. Die dokumentierten Bedingungen — hitzeinduzierte Epitopdemaskierung bei pH 7,8 und 1:100 bis 1:200 bei Polymer-basierter Detektion — sind der Ausgangspunkt für die Etablierung von R12 auf der laboreigenen Plattform.

Bestell- und Kataloginformationen.

Datenblatt

Datasheet_DIA-R12_anti-CD112R

Produktdaten, Anwendungshinweise, Lagerung, allgemeine Referenzen und die Tonsillen-Referenzabbildungen (Abbildungen A und B).

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IHC-Galerie

CD112R-IHC-Galerie

Die ONCOdianova-Galerie „CD112R IHC-Gallery“ ist mit 15 Abbildungen und Legenden in Abschnitt P·04 dieser Seite integriert.

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15 Abbildungen · Hellfeld und Multiplex

Sicherheit

MSDS

Sicherheitsdatenblatt (ONCOdianova, alle lyophilisierten Antikörper).

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Bestellung. ONCOdianova-Produkte werden über unseren Vertriebspartner BIOZOL Diagnostica Vertrieb GmbH, Oehleckerring 11–13, 22419 Hamburg, bezogen — Bestellanfragen per E-Mail: order@biozol.de (CC info@oncodianova.com). Siehe auch Bestellinformationen.

Die technischen Angaben dieser Seite stammen aus dem Datenblatt DIA-R12 (Version 25.02.2025/04; Produktinhalt identisch mit V03, 22.02.2022). Verwandt: TG1 (Anti-TIGIT) · TG2 (Anti-TIGIT) · KK3 (CD73/NT5E) · TC8 (CD8) · FX3 (FOXP3).

Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.