FX3 — Anti-FOXP3 für den nukleären Nachweis in Hellfeld- und Multiplex-IHC.

Klon FX3 · Kat.-Nr. DIA-FX3 · Transkriptionsfaktor FOXP3, nukleäres Färbemuster

Wissenschaftlicher USP

Entwickelt und validiert für Fluoreszenz-Multiplex-IHC — mit publizierter Anwendung

Publizierte Anwendung: automatisierte Multiplex-Immunfluoreszenz mit DIA-FX3 — Picard et al. (2023)

  • Nukleäres FOXP3 · humanes FFPE-Gewebe
  • FOXP3 × CD112R-Multiplex dokumentiert
  • Sechs-Marker-Panel mit dem Opal-Polaris-7-Farben-Kit (Picard et al., 2023)

Klon FX3 wurde an zahlreichen Gewebeproben charakterisiert und für Multiplex-Fluoreszenz-IHC validiert.

Protokolle und publizierte Bedingungen · Publikation · Galerie

FX3 ist ein monoklonaler Maus-Anti-FOXP3-Antikörper (Klon FX3, Katalognummer DIA-FX3, ONCOdianova GmbH) für den nukleären FOXP3-Nachweis in humanem FFPE-Gewebe und die Fluoreszenz-Multiplex-IHC-Forschung. Der Klon FX3 wurde für Fluoreszenzmultiplex-IHC-Studien der Ausprägung von FOXP3 in menschlichen Geweben entwickelt und validiert und weist FOXP3-positive TILs in menschlichen FFPE-Tumoren nach. Dokumentiert für die Hellfeld-IHC und die Fluoreszenz-Multiplex-IHC, mit Tonsille als Positivkontrolle und nukleärem Färbemuster FOXP3-positiver Lymphozyten; DIA-FX3 wurde in einer begutachteten automatisierten Multiplex-Immunfluoreszenzstudie verwendet.

  • Wirt / IsotypMaus · IgG2a/κ
  • ReaktivitätHuman
  • AnwendungenIHC an FFPE-Gewebe · Multiplex-Fluoreszenz-IHC · Western Blot
  • IHC-Ausgangsbereich1:100 – 1:200
  • PositivkontrolleTonsille · nukleär
  • Format100 µl, lyophilisiert
Produktabbildung des ONCOdianova-Anti-FOXP3-Antikörpers Klon FX3: FOXP3-Immunhistochemie FOXP3-positiver regulatorischer T-Zellen im Stroma eines kolorektalen Adenokarzinoms
Produktabbildung · Klon FX3 · DIA-FX3
Evidenzebene 01

Klonspezifisches Datenblatt

Das Datenblatt DIA-FX3 (Version 25.02.2025/03; Produktinhalt identisch mit V02, 22.02.2022) dokumentiert Identität, Immunogen, Formulierung, Rekonstitution, Lagerung, FFPE-IHC-Ausgangsbedingungen, Tonsillenkontrolle, nukleäres Muster und drei Abbildungen (kolorektales Adenokarzinom, Ovarialkarzinom, FOXP3 × CD112R-Multiplex der Tonsille).

Evidenzebene 02

Publizierte Anwendung

Picard et al., Acta Neuropathologica 2023: automatisierte Multiplex-Immunfluoreszenz mit DIA-FX3 an humanen FFPE-Schnitten pilozytischer Astrozytome — Sechs-Marker-Panel mit dem Opal-Polaris-7-Farben-Kit, der Methodenteil nennt „FoxP3 (1:200, DIA-FX3, Dianova)“, LabSat™-Färbung, Vectra-Polaris-Aufnahme und HALO™-Auswertung.

Evidenzebene 03

Dokumentierte Anwendungen und Abbildungen

Hellfeld-IHC und Fluoreszenz-Multiplex-IHC an humanem FFPE-Gewebe, Western Blot laut Produktseite; 8 Originalabbildungen von ONCOdianova (Tonsille, kolorektales, Ovarial-, Pankreas- und Magenkarzinom; FOXP3 × CD112R/PVRIG-Multiplex), ein manuelles Protokoll und die publizierten Multiplex-Bedingungen.

Hellfeld- und Multiplex-Galerie: Abschnitt P·03 ↓

Kontrollierte Produktdaten.

ProduktAnti-FOXP3 (Human) aus Maus, Klon FX3 – 100 µl
KlonFX3 (monoklonal)
KatalognummerDIA-FX3
Katalognummer VertriebODN-DIA-FX3 (BIOZOL)
ProduktkategorieCancer Immunology IHC marker
TargetFOXP3 — Forkhead-Box-Protein P3 (Scurfin), ein Transkriptionsfaktor regulatorischer T-Zellen (Gene ID 50943, UniProt Q9BZS1)
ImmunogenRekombinantes Peptid
IsotypMaus IgG2a/κ
WirtsspeziesMaus
ReaktivitätHuman
KonjugationUnkonjugiert
Format100 µl, lyophilisiert; Antikörper aus Kulturüberstand gereinigt
RekonstitutionMit sterilem Aqua dest. auf 100 µl auffüllen; 10 Minuten vorsichtig schütteln
FormulierungPBS, pH 7,4, 2 % BSA, 0,05 % Natriumazid
AnwendungenIHC an Standard-FFPE-Schnitten (Datenblatt) · Fluoreszenz-Multiplex-IHC (Datenblatt, ONCOdianova-Galerie, publizierte Anwendung) · Western Blot (ONCOdianova-Produktseite)
IHC-Ausgangsbereich1:100 – 1:200 IHC-P (Datenblatt); 1:100 im manuellen ONCOdianova-Protokoll; 1:200 im publizierten Opal-Multiplexpanel (Picard et al. 2023, studienspezifisch); optimale Verdünnung vom Anwender für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem zu bestimmen
EpitopdemaskierungHitzeinduzierte Epitopdemaskierung erforderlich; empfohlen Autoklav 121 °C, 5 min, Tris-EDTA-Citrat pH 7,8
Inkubation Primärantikörper60 min bei 37 °C (Datenblatt und manuelles ONCOdianova-Protokoll)
PositivkontrolleTonsille
FärbemusterNukleär (FOXP3-positive Lymphozyten)
Automatisierte PlattformenFür automatisierte IHC-Plattformen geeignet (Datenblatt); publizierte Multiplexfärbung auf dem LabSat™-Gerät (Picard et al. 2023)
LagerungLyophilisiert bei 2–8 °C; langfristig bei −20 °C (mindestens ein Jahr stabil); rekonstituiert bei 2–8 °C kurzfristig (mehrere Wochen); wiederholtes Einfrieren/Auftauen vermeiden
Assoziierte AntikörperDIA-R12 (Anti-CD112R/PVRIG, Klon R12) · DIA-TC8 (Anti-CD8, Klon TC8) — laut Datenblatt
DatenblattbezeichnungAnti-FOXP3 / DIA-FX3 — Mouse monoclonal marker Treg cells (Regulatory T cells), Clone FX3
Hersteller / MarkeONCOdianova GmbH
StatusNur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.

Die technischen Angaben dieser Tabelle sind im Datenblatt DIA-FX3 (Version 25.02.2025/03; Produktinhalt identisch mit V02, 22.02.2022) sowie – wo angegeben – in der ONCOdianova-Produktinformation dokumentiert; Gen- und Proteineinträge verweisen auf ihre Register. Jedes Labor validiert seine eigenen Bedingungen.

IHC-Protokolle und publizierte Anwendungen.

ONCOdianova-Anwendungsprotokoll

Manuelle FFPE-IHC — ONCOdianova-Protokoll

Antikörper
DIA-FX3 · Mouse IgG2a/κ · humanes FOXP3
Rekonstitution
auf 100 µl · steriles Aqua dest. · 10 Min. vorsichtig schütteln
Vorbehandlung
121 °C · 5 Min. · pH 7,8
Primärantikörper
1:100 · 60 Min. bei 37 °C
Detektion
EnVision HRP rabbit/mouse · 30 Min. bei 37 °C

Quelle: ONCOdianova-Produktseite DIA-FX3, Reiter „IHC protocols“ — „Manual stain with autoclave“ (Kopfzeile „Staining protocols for anti-human FOXP3 antibody clone FX3“). Das Verfahren des Datenblatts DIA-FX3 steht getrennt in Block A.

Externe publizierte Drittanwendung

Externe publizierte Multiplex-Anwendung

Antikörper
DIA-FX3 · Dianova
Verdünnung
1:200
Anwendung
Automatisierte Multiplex-Immunfluoreszenz
Material
Humane FFPE-Schnitte
Panel
Sechs-Marker-Panel mit dem Opal-Polaris-7-Farben-Kit (NEL861001KT, Akoya Biosciences)
Plattform
LabSat™ Research Automated Staining Instrument (Lunaphore Technologies SA)
Forschungskontext
Pilozytisches Astrozytom · Multiplex-Teilkohorte der Studie: 24 Fälle

Picard D. et al., Acta Neuropathologica 2023;146:551–564 · doi:10.1007/s00401-023-02626-5 · PMID 37656187 — Methodenabschnitt „Multiplex immunofluorescence“: „FoxP3 (1:200, DIA-FX3, Dianova)“. Die Verdünnungen der übrigen Panelmarker gelten anderen Antikörpern und sind in Block C aufgeführt.

Die dargestellten Protokolle und publizierten Workflows sind dokumentierte Anwendungsbeispiele. Die dokumentierten Bedingungen bieten praktische Ausgangspunkte für die laborspezifische Etablierung von DIA-FX3-Workflows unter Berücksichtigung von Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem.

Drei Quellen, drei Anwendungskontexte. Block A zeigt die Bedingungen des aktuellen Datenblatts für die laborspezifische Etablierung. Block B zeigt das manuelle ONCOdianova-FFPE-IHC-Protokoll. Block C zeigt die von Picard et al. 2023 publizierten DIA-FX3-Multiplex-Bedingungen. Die angegebenen Verdünnungen bleiben ihrem jeweils dokumentierten Anwendungskontext zugeordnet.

A · DatenblattImmunhistochemische Färbung von Standard-FFPE-SchnittenDatenblatt DIA-FX3 · Version 25.02.2025/03 (wortgleich V02, 22.02.2022)

Vorbereitung und Epitopdemaskierung

  1. Entparaffinieren und rehydrieren nach Standardverfahren
  2. Hitzeinduzierte Epitopdemaskierung (HIER) ist erforderlich
  3. Empfohlen: Autoklav bei 121 °C (5 min) in Tris-EDTA-Citrat, pH 7,8 (z. B. TEC-Puffer)

Primärantikörper und Detektion

  1. Primärantikörper 60 min bei 37 °C inkubieren
  2. Allgemeine Empfehlung der Produkttabelle: 1:100–1:200 (IHC-P)
  3. Biotin/(Strept)Avidin-basierte Detektion möglich (z. B. Vectastain® Elite® ABC-HRP-Kit/AEC)
  4. Polymer-basierte Detektion (z. B. Dako EnVision™, Peroxidase/DAB): Antikörper 1:100–1:200
  5. Für automatisierte Färbeplattformen geeignet (Datenblatt)
  6. Positiv- und Negativkontrollen parallel mitführen; Positivkontrolle: Tonsille; erwartetes Muster: nukleär
B · ONCOdianova-ProduktdokumentationManuelle Färbung mit Autoklav („Manual stain with autoclave“)ONCOdianova-Produktseite DIA-FX3, Abschnitt „IHC protocols“ (Stand 30.08.2026)
  1. Rekonstitution: DIA-FX3 mit sterilem Aqua dest. auf 100 µl auffüllen, 10 Minuten vorsichtig schütteln
  2. Vorbehandlungspuffer: 121 °C / 5 min / pH 7,8
  3. Inkubation Primärantikörper: 60 min / 37 °C, Verdünnung 1:100
  4. EnVision HRP rabbit/mouse: 30 min / 37 °C

Die ONCOdianova-Produktinformation nennt den Antikörper zudem für automatisierte Färbeverfahren anwendbar und für Mehrfarben-Immunfluoreszenz (Multiplex-IHC) validiert. Die Eignung für automatisierte Verfahren steht auch im Datenblatt; die Multiplex-Anwendung ist durch die ONCOdianova-Produktvalidierung (Datenblatt, Galerie) und die klonspezifische Studie (Block C) dokumentiert. Die Verdünnung 1:100 liegt am unteren Rand des Datenblattbereichs 1:100–1:200.

C · Publizierte StudienbedingungenAutomatisierte Multiplex-Immunfluoreszenz mit DIA-FX3Picard et al., Acta Neuropathol 2023, Methods „Multiplex immunofluorescence“

Picard et al. 2023 (pilozytische Astrozytome, FFPE-Schnitte)

  1. Humane FFPE-Schnitte pilozytischer Astrozytome (Multiplex-Teilkohorte: 24 Fälle); Sechs-Marker-Panel mit dem Opal-Polaris-7-Farben-Kit (NEL861001KT, Akoya Biosciences), Tyramid-Signalamplifikation
  2. FoxP3: DIA-FX3, Dianova · Verdünnung 1:200
  3. Weitere Panelmarker der Studie: CD4 (1:50), CD8 (1:150), PD-1 (1:300), Iba-1 (1:450), von-Willebrand-Faktor (1:120) – Reagenzien anderer Hersteller, siehe Publikation
  4. Färbung auf dem LabSat™ Research Automated Staining Instrument (Lunaphore Technologies)
  5. Bildaufnahme: multispektrale Ganzschnittscans mit 0,5 µm/Pixel auf dem Vectra Polaris (MOTiF™, Akoya); Auswertung mit HALO™ (Indica Labs)

Die Verdünnung 1:200 gilt für das beschriebene Opal-Multiplexprotokoll und ersetzt nicht den Datenblatt-Ausgangsbereich 1:100–1:200 für die Hellfeld-IHC. Die Publikation bezeichnet den Antikörper als „DIA-FX3, Dianova“.

So liest man die Färbung.

Erwartetes Muster

Nukleär, FOXP3-positive Lymphozyten

Das Datenblatt beschreibt eine nukleäre Visualisierung mit Tonsille als Positivkontrolle. Die dokumentierten ONCOdianova-Abbildungen zeigen nukleäre FOXP3-Färbung in tumorinfiltrierenden Lymphozyten in kolorektalem, Ovarial-, Pankreas- und Magenkarzinom sowie in der Tonsille.

Dokumentierter Validierungsumfang

Produktvalidierung und dokumentierte Anwendung

Klon FX3 wurde für den Nachweis von FOXP3 in routinemäßigem FFPE-Gewebe entwickelt, an zahlreichen Gewebeproben charakterisiert und für Fluoreszenzmultiplex-IHC-Studien der Ausprägung von FOXP3 in menschlichen Geweben validiert; er weist FOXP3-positive TILs in menschlichen FFPE-Tumoren nach (ONCOdianova-Produktinformation). Publizierte Anwendung: Picard et al. 2023 setzten DIA-FX3 mit 1:200 in einem begutachteten automatisierten Multiplex-Immunfluoreszenzpanel an humanem FFPE-Gewebe ein.

Forschungseinsatz

Forschungsinterpretation der nukleären FOXP3-Färbung

FX3 visualisiert nukleäres FOXP3-Protein in humanem FFPE-Gewebe. In der gewebebasierten Forschung können FOXP3-positive Zellen entsprechend dem Studiendesign zusammen mit Morphologie, Gewebekompartiment und ergänzenden Immunmarkern ausgewertet werden.

FOXP3 in der Forschung.

Der Klon FX3 wurde für Fluoreszenzmultiplex-IHC-Studien der Ausprägung von FOXP3 in menschlichen Geweben entwickelt und validiert.

FOXP3 (Forkhead-Box-Protein P3) wird hauptsächlich in regulatorischen T-Zellen (Treg) exprimiert, einer Untergruppe von CD4+ T-Zellen, die eine hemmende Wirkung auf das Immunsystem ausüben. Treg-Zellen gewährleisten die Immunhomöostase durch ihre Fähigkeit, die Aktivierung und Funktion von Leukozyten zu hemmen. FOXP3 hat sich zu einem herausragenden Ziel für die Entwicklung neuer Immuntherapien für Krebs und Autoimmunerkrankungen entwickelt.

Der Transkriptionsfaktor FOXP3 ist wichtig für die Entwicklung und hemmende Funktion von regulatorischen T-Zellen (Treg) und wirkt entweder als Transkriptionsrepressor oder als Transkriptionsaktivator, abhängig von seinen Wechselwirkungen mit anderen Transkriptionsfaktoren, Histonacetylasen und Deacetylasen. FOXP3 koordiniert die suppressive Aktivität der Treg-Zellen durch Aktivierung verschiedener Gene, darunter CTLA4 und TNFRSF18, parallel dazu durch Repression von Genen, die für Zytokine wie Interleukin-2 (IL2) und Interferon-gamma (IFNG) kodieren.

Deutsche Fassung der ONCOdianova-FOXP3-Galerie; der englische Reaktivitätstext des Datenblatts DIA-FX3 (Version 25.02.2025/03, wortgleich V02) ist im verlinkten Datenblatt enthalten.

FOXP3 (Forkhead-Box-Protein P3, Scurfin; Gen FOXP3 auf dem X-Chromosom) ist ein Transkriptionsfaktor der Forkhead-Familie, der für die Entwicklung und die suppressive Funktion regulatorischer T-Zellen und damit für die Immuntoleranz wesentlich ist.[1] Funktionsverlust-Mutationen von FOXP3 verursachen das IPEX-Syndrom (Immundysregulation, Polyendokrinopathie, Enteropathie, X-chromosomal).[8]

Foxp3 bindet und reguliert eine Gruppe von Zielgenen und wirkt je nach Interaktionspartner als Transkriptionsaktivator oder -repressor;[5, 6] die ONCOdianova-Produktinformation nennt die Aktivierung von CTLA4 und TNFRSF18 und die Repression der Zytokingene IL2 und IFNG. Die Linienspezifikation regulatorischer T-Zellen beruht auf Foxp3 zusammen mit einer vorbestehenden Enhancer-Landschaft und epigenetischen Veränderungen.[2, 3, 4] FOXP3-exprimierende regulatorische T-Zellen werden in der Krebs- und Autoimmunitätsforschung untersucht; in Gewebestudien dient die nukleäre FOXP3-Färbung dazu, FOXP3-positive Zellpopulationen in der Gewebearchitektur zu lokalisieren.

Diese Aussagen beschreiben das Target FOXP3. Klonspezifische Anwendungsdaten zu FX3 stehen in den Produktdaten, den Protokollen, der Galerie und im Publikationsabschnitt dieser Seite.

  • GenFOXP3 — NCBI Gene 50943
  • ProteinForkhead-Box-Protein P3 / Scurfin — UniProt Q9BZS1
  • AliaseFOXP3 · Scurfin · IPEX · JM2
  • LokalisationNukleärer Transkriptionsfaktor — Grundlage des nukleären Färbemusters
  • ForschungsauswertungDie nukleäre FOXP3-Färbung kann entsprechend dem Studiendesign zusammen mit Morphologie, Gewebekompartiment und ergänzenden Markern ausgewertet werden
  • Verwandte KloneFOXP3 × CD112R/PVRIG-Multiplex dokumentiert mit R12; siehe auch die ONCOdianova-Anti-TIGIT-Klone TG1 und TG2

Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Targetliteratur unten. Targetbiologie bleibt von klonspezifischen Produktaussagen getrennt.

FOXP3 in der translationalen Immunonkologie-Forschung.

Target-Ebene

Translationaler Kontext

Mit FOXP3 werden regulatorische T-Zell-Populationen im Tumormikromilieu untersucht. FOXP3-positive Populationen wurden in gewebebasierte und Multiplex-Analysen von Biopsien zu Studienbeginn und unter Behandlung bei Patientinnen und Patienten unter Checkpoint-Immuntherapie einbezogen (PEMBRO-RT-Studie, Multiplex-Immunfluoreszenz einschließlich FOXP3; van der Woude et al. 2022). Details: FOXP3 in der Forschungsübersicht.

Klon

Was sich damit untersuchen lässt

Mit dem Klon FX3 lassen sich FOXP3-positive, nukleär gefärbte Lymphozyten in humanen FFPE-Tumoren per Hellfeld- und Multiplex-IHC untersuchen; er ist in einer begutachteten Studie mit automatisierter Multiplex-Immunfluoreszenz benannt, und ONCOdianova dokumentiert die FOXP3 × CD112R-Multiplex-Färbung.

Target-Ebene

Translationaler Forschungskontext

Publizierte Studien liefern einen translationalen Target-Kontext für die FOXP3-Forschung im Tumormikromilieu und in therapiebegleitenden Gewebestudien.

Klonspezifische Evidenz und Targetliteratur.

  1. Picard D, Felsberg J, Langini M, Stachura P, Qin N, Macas J, Reiss Y, Bartl J, Selt F, Sigaud R, Meyer FD, Stefanski A, Stühler K, Roque L, Roque R, Pandyra AA, Brozou T, Knobbe-Thomsen C, Plate KH, Roesch A, Milde T, Reifenberger G, Leprivier G, Faria CC, Remke M. Integrative multi-omics reveals two biologically distinct groups of pilocytic astrocytoma. Acta Neuropathologica (2023); 146(4):551–564. doi:10.1007/s00401-023-02626-5 · PMID 37656187 · PMC10500011
    Publizierte Anwendung: automatisierte Multiplex-Immunfluoreszenz mit DIA-FX3 an humanen FFPE-Schnitten pilozytischer Astrozytome (Multiplex-Teilkohorte: 24 Fälle). Sechs-Marker-Panel mit dem Opal-Polaris-7-Farben-Kit (Tyramid-Signalamplifikation): CD4, CD8, PD-1, FoxP3 (1:200, DIA-FX3, Dianova), Iba-1 und von-Willebrand-Faktor auf dem LabSat™-Gerät; multispektrale Ganzschnittaufnahme auf dem Vectra Polaris, Auswertung mit HALO™.
    Begutachteter Artikel · DIA-FX3

Picard et al. 2023 (PMC10500011) dokumentieren die publizierte klonspezifische Anwendung von DIA-FX3.

  1. Lu L, Barbi J, Pan F. The regulation of immune tolerance by FOXP3. Nature Reviews Immunology (2017); 17:703–717. doi:10.1038/nri.2017.75 · PMID 28757603Targetbiologie · Übersichtsarbeit
  2. Samstein RM et al. Foxp3 exploits a pre-existent enhancer landscape for regulatory T cell lineage specification. Cell (2012); 151:153–166. doi:10.1016/j.cell.2012.06.053 · PMID 23021222Targetbiologie
  3. Fu W et al. A multiply redundant genetic switch ‘locks in’ the transcriptional signature of regulatory T cells. Nature Immunology (2012); 13:972–980. doi:10.1038/ni.2420 · PMID 22961053Targetbiologie
  4. Ohkura N et al. T cell receptor stimulation-induced epigenetic changes and Foxp3 expression are independent and complementary events required for Treg cell development. Immunity (2012); 37:785–799. doi:10.1016/j.immuni.2012.09.010 · PMID 23123060Targetbiologie
  5. Marson A et al. Foxp3 occupancy and regulation of key target genes during T-cell stimulation. Nature (2007); 445:931–935. doi:10.1038/nature05478 · PMID 17237765Targetbiologie
  6. Zheng Y et al. Genome-wide analysis of Foxp3 target genes in developing and mature regulatory T cells. Nature (2007); 445:936–940. doi:10.1038/nature05563 · PMID 17237761Targetbiologie
  7. Gavin MA et al. Single-cell analysis of normal and FOXP3-mutant human T cells: FOXP3 expression without regulatory T cell development. Proceedings of the National Academy of Sciences USA (2006); 103:6659–6664. doi:10.1073/pnas.0509484103 · PMID 16617117
    Korrektur veröffentlicht 2006, doi:10.1073/pnas.0603222103
    Targetbiologie
  8. Bennett CL et al. The immune dysregulation, polyendocrinopathy, enteropathy, X-linked syndrome (IPEX) is caused by mutations of FOXP3. Nature Genetics (2001); 27:20–21. doi:10.1038/83713 · PMID 11137993Targetbiologie
  9. Roncador G et al. Analysis of FOXP3 protein expression in human CD4+CD25+ regulatory T cells at the single-cell level. European Journal of Immunology (2005); 35:1681–1691. doi:10.1002/eji.200526189 · PMID 15902688FOXP3-Antikörper-Methodik
  10. Woo YL et al. FOXP3 immunohistochemistry on formalin-fixed paraffin-embedded tissue: poor correlation between different antibodies. Journal of Clinical Pathology (2008); 61:969–971. doi:10.1136/jcp.2008.056200 · PMID 18413654FOXP3-Antikörper-Methodik

Eintrag 7 trägt eine veröffentlichte Korrektur (2006). Die Einträge 1–8 sind die allgemeinen Referenzen des Datenblatts; die Einträge 9 und 10 betreffen die immunhistochemische FOXP3-Methodik. Picard et al. 2023 dokumentiert eine publizierte klonspezifische Anwendung von DIA-FX3. Die weitere Literatur liefert wissenschaftlichen Kontext zu FOXP3-Biologie, regulatorischen T-Zellen und immunhistochemischer Methodik.

Häufige wissenschaftliche Fragen.

Was erkennt der Anti-FOXP3-Klon FX3?

FX3 ist ein monoklonaler Mausantikörper (IgG2a/κ), der gegen ein rekombinantes Peptid des humanen FOXP3 (Forkhead-Box-Protein P3; Gen FOXP3) erzeugt wurde. Er wird als Forschungsreagenz für die Immunhistochemie an humanem formalinfixiertem, paraffineingebettetem (FFPE) Gewebe angeboten – für die Hellfeld-IHC und die Fluoreszenz-Multiplex-IHC – und zeigt ein nukleäres Färbemuster.

Ist FX3 für die FFPE-Immunhistochemie dokumentiert?

Ja. Klon FX3 wurde für den Nachweis von FOXP3 in routinemäßig formalinfixiertem, paraffineingebettetem Gewebe entwickelt; das Datenblatt nennt einen Ausgangsbereich von 1:100 bis 1:200 (IHC-P). ONCOdianova-Abbildungen zeigen die nukleäre FOXP3-Färbung in Tonsille, kolorektalem Adenokarzinom, high-grade serösem Ovarialkarzinom und weiteren soliden Karzinomen.

Gibt es begutachtete Publikationen mit Klon FX3?

Ja. Picard et al., Acta Neuropathologica 2023 (PMID 37656187) setzten DIA-FX3 mit 1:200 in einem automatisierten Sechs-Marker-Multiplex-Immunfluoreszenzpanel (Opal-Polaris-7-Farben-Kit) an humanen FFPE-Schnitten pilozytischer Astrozytome ein.

Ist FX3 für die Fluoreszenz-Multiplex-IHC validiert?

Ja. Der Klon FX3 wurde für Fluoreszenzmultiplex-IHC-Studien der Ausprägung von FOXP3 in menschlichen Geweben entwickelt und validiert (ONCOdianova-Produktinformation und Datenblatt), und die Galerie zeigt die FOXP3 × CD112R/PVRIG-Mehrfarben-Immunfluoreszenz normaler Tonsille. Publizierte Anwendung: Picard et al. 2023 setzten DIA-FX3 in einem automatisierten Opal-Multiplexpanel ein. Jedes neue Panel sollte für Gewebe, Antikörperreihenfolge, Demaskierung, Verdünnung und Detektion verifiziert werden.

Welche Verdünnung ist ein geeigneter Ausgangspunkt für FX3?

Das Datenblatt empfiehlt 1:100 bis 1:200 (IHC-P) an FFPE-Schnitten; das manuelle ONCOdianova-Protokoll verwendet 1:100. Die publizierte Multiplexstudie setzte 1:200 innerhalb eines Opal-Panels ein – eine studienspezifische Bedingung. Die optimale Verdünnung sollte vom Anwender für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem bestimmt werden.

Welche Epitopdemaskierung benötigt FX3?

Eine hitzeinduzierte Epitopdemaskierung ist erforderlich. Das Datenblatt empfiehlt den Autoklav bei 121 °C für 5 Minuten in Tris-EDTA-Citrat-Puffer, pH 7,8 (TEC-Puffer).

Welche Positivkontrolle und welches Färbemuster sind für FX3 dokumentiert?

Humane Tonsille mit nukleärem Färbemuster FOXP3-positiver Lymphozyten. Das Datenblatt nennt Tonsille als Positivkontrollgewebe und „nuclear“ als Visualisierung; die Galerie enthält eine Tonsillenübersicht und FOXP3 × CD112R/PVRIG-Multiplexaufnahmen normaler Tonsille.

Wie können FOXP3-positive Zellen in der Gewebeforschung ausgewertet werden?

FX3 visualisiert nukleäres FOXP3-Protein in FFPE-Gewebe. Abhängig von der Forschungsfrage können FOXP3-positive Zellen zusammen mit Morphologie, Gewebekompartiment und ergänzenden Immunmarkern ausgewertet werden.

Was ist der dokumentierte Validierungsumfang des Klons FX3?

Klon FX3 wurde für den Nachweis von FOXP3 in routinemäßigem FFPE-Gewebe entwickelt, an zahlreichen Gewebeproben charakterisiert und für Fluoreszenzmultiplex-IHC-Studien der Ausprägung von FOXP3 in menschlichen Geweben validiert; er weist FOXP3-positive TILs in menschlichen FFPE-Tumoren nach (ONCOdianova-Produktinformation). Publizierte klonspezifische Anwendung: automatisierte Multiplex-Immunfluoreszenz an humanem FFPE-Gewebe mit DIA-FX3 1:200 (Picard et al. 2023).

Kann FX3 auf automatisierten Färbeplattformen eingesetzt werden?

Ja. Das Datenblatt gibt an, dass der Antikörper für die immunhistochemische Färbung auf automatisierten Plattformen geeignet ist, und die ONCOdianova-Produktinformation nennt ihn für automatisierte Färbeverfahren anwendbar. Picard et al. 2023 führten ihre Multiplexfärbung mit DIA-FX3 auf dem automatisierten LabSat™-Gerät durch.

Datenpaket.

Datenblatt

DIA-FX3

Produktdatenblatt, Version 25.02.2025/03 (Produktinhalt identisch mit V02, 22.02.2022; aktualisierte Vertriebsadresse). Identität, Immunogen, Formulierung, Rekonstitution, Lagerung, Gebrauchsanweisung, drei Abbildungen und acht allgemeine Referenzen.

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IHC-Galerie

FOXP3-IHC-Galerie

Die ONCOdianova-Galerie „FOXP3 IHC-Gallery“ ist in Abschnitt P·03 dieser Seite mit 8 Abbildungen und ihren Legenden integriert.

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8 Abbildungen · Hellfeld und Multiplex

Sicherheit

MSDS

Sicherheitsdatenblatt (ONCOdianova, alle lyophilisierten Antikörper).

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Bestellung. ONCOdianova-Produkte werden über unseren Vertriebspartner BIOZOL Diagnostica Vertrieb GmbH, Oehleckerring 11–13, 22419 Hamburg, bezogen — Bestellanfragen per E-Mail: order@biozol.de (CC info@oncodianova.com). Siehe auch Bestellinformationen.

Die technischen Daten dieser Seite stammen aus dem Datenblatt DIA-FX3 (Version 25.02.2025/03; Produktinhalt identisch mit V02, 22.02.2022) und – wo angegeben – aus der ONCOdianova-Produktinformation. Verwandt: R12 (Anti-CD112R/PVRIG) · TG1 (Anti-TIGIT) · TG2 (Anti-TIGIT) · TC8 (CD8) · KK3 (CD73).

Nur für Forschungszwecke. Nicht zur Verwendung in diagnostischen Verfahren.